Auszeichnungen

Jugendsachbuchpreis für "Wunden, die nie ganz verheilten"

Das Jugendsachbuch "Wunden, die nie ganz verheilten. Das Dritte Reich in der Erinnerung von Zeitzeugen" von Herrmann Vinke erhält heute (12.11.) in Stuttgart den Jugendsachbuchpreis des baden-württembergischen "Vereins für Leseförderung". Die Auszeichnung mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wird in der Wolfsbuschschule in Stuttgart-Weilimdorf von der GEW-Landesvorsitzenden Doro Moritz verliehen.

12.11.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die Leseförderung ist für viele Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher eine tägliche Aufgabe. Der Zugang zu Büchern stellt eine Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an unserer Gesellschaft dar. Gerade für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien stellt die Förderung des Lesens durch Kindertageseinrichtungen und Schulen eine notwendige Unterstützung dar", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Bildungsgewerkschaft finanziert den Jugendsachbuchpreis, der in Baden-Württemberg jährlich einmal vergeben wird. Eine Jury aus 40 Fachleuten hat über 300 neu erschienene Jugendsachbücher geprüft und sieben Bücher für den Preis nominiert.

Dem Preisträger Hermann Vinke ist es nach Meinung der Jury gelungen, kein gewöhnliches Geschichtsbuch zu schreiben, sondern Erinnerungen von Zeitzeugen zu sammeln, die eindrucksvoll das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erzählen. Die Verfolgten, Ausgegrenzten, KZ-Überlebenden, Widerstandskämpfer, aber auch Soldaten kommen durch die Berichte und Interviews zu Wort. Das Buch vermittelt aber auch Tröstliches, wie es beispielsweise im Bericht des Zeitzeugen Max Mannheimer vorkommt. Dieser schreibt im Vorwort "Die Erinnerungen, das Zeugnis, das wir ablegen, wird erhalten bleiben. Es lebt weiter und wird jüngeren Menschen Anstoß geben zu Mut und Zivilcourage."

Weitere Informationen: www.lesefoerderung-waiblingen.de www.ajum.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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