Baden-Württemberg

Koalition soll in Bildung investieren

Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft Grüne und SPD auf, in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode in der Bildungspolitik umzusteuern und in die angekündigten Reformen sinnvoll zu investieren.

08.11.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Zwei von drei Baden-Württembergern sind mit der grün-roten Bildungspolitik unzufrieden, weil bis heute ein Finanzkonzept der Landesregierung für die versprochenen und notwendigen Reformen wie den Ausbau der Ganztagsschulen und der Inklusion fehlt. Die Wählerinnen und Wähler, vor allem aber die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wollen keine Fortsetzung der konzeptlosen Sparpolitik, sondern bessere Schulen und KiTas als unter der CDU-/FDP-Regierung. Es dürfte inzwischen allen klar sein: Wenn nur ein Teil der geplanten Reformen angepackt werden soll, geht das nicht, wenn gleichzeitig 11.600 Lehrerstellen gestrichen werden", sagte am Freitag (8.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW verweist darauf, dass die Lehrerbedarfsprognose des Bildungswissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Klemm für Baden-Württemberg aus dem Jahr 2012 bisher die einzige Grundlage ist, in der berechnet wurde, was ein Teil der im Koalitionsvertrag verankerten Reformen kosten würde. Dazu zählt zum Beispiel auch die Umsetzung der Inklusion, zu der Baden-Württemberg gesetzlich verpflichtet ist. Diese Lehrerbedarfsprognose hatte ergeben, dass es bis 2016 keinen Spielraum für Stellenstreichungen gibt, selbst wenn nur Teil der versprochenen Reformen umgesetzt würde.

Die GEW berichtet, dass die aktuelle Finanzpolitik in den Lehrerzimmern die Angst schürt, dass sich die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern werden. "Von der Wertschätzung für Lehrerinnen und Lehrer, die SPD und Grüne in ihren Pressemitteilungen äußern, ist vorort wenig zu spüren", sagte Moritz

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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