Schleswig-Holstein

Koalitionsvertrag macht Hoffnung auf bessere Bildungspolitik

"Mit ihrem Koalitionsvertrag machen die neuen Regierungsparteien den Menschen Hoffnung auf eine bessere Bildungspolitik in Schleswig-Holstein", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag, 4. Juni 2012 in Kiel zur Koalitionsvereinbarung von SPD, Grünen und SSW.

04.06.2012 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Auf der Habenseite stehe für die Bildungsgewerkschaft zum Beispiel: die Wiederbesetzung von 700 Lehrerstellen, die Stärkung des gemeinsamen Lernens durch Erhöhung der Förderstunden an Gemeinschaftsschulen und der forcierte Ausbau von Krippenplätzen. Negativ falle hingegen auf, dass die Belastungen der Beschäftigten im Bildungsbereich nur unzureichend berücksichtigt worden seien. Wer aber "Schleswig-Holstein zu einem der attraktivsten Bildungsländer machen (will)", wie es im Koalitionsvertrag heißt, muss die Arbeitsbedingungen in Kitas, Schulen und Hochschulen nachhaltig verbessern", so Matthias Heidn.

Positiv bewertete der GEW-Landesvorsitzende die geplante Umwandlung der Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen, die weitgehende Abschaffung von G-9 an Gymnasien, die bessere Finanzierung der Hochschulen, sowie die Veränderung der Lehrerausbildung. Besonderes Lob gab es von Matthias Heidn für den Plan, die Streichung von 300 Lehrerstellen zum kommenden Schuljahr so schnell wie möglich rückgängig zu machen. "Für junge Lehrerinnen und Lehrer ist das eine gute Nachricht, weil ihnen so eine Perspektive in Schleswig-Holstein geboten wird."

Nach wie vor keinerlei Spielraum sieht der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft für Streichungen im Bildungsbereich. "Alle durch den Schülerrückgang frei werdenden Mittel müssen im Bildungsbereich verbleiben. Wie sollen denn sonst die zahlreichen pädagogischen Herausforderungen bewältig werden? Wie soll die Inklusion in den Bildungseinrichtungen voranschreiten? Wie sollen die Kita-Gruppen kleiner werden? Wie die Studienbedingungen besser? Wie die unerträglich hohen Arbeitsbelastungen der Beschäftigten zurückgeschraubt werden?"

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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