Integration

„Kulturelle Vielfalt ist Herausforderung und Chance für Schulen“

Präsidentin der Kultusministerkonferenz eröffnet internationale Fachtagung in Bonn.

23.05.2016 Bundesweit Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
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„Die Integration junger Flüchtlinge in Schule und Unterricht hat für die Kultusministerinnen und Kultusminister in Deutschland derzeit besonders hohe Priorität. Die kulturelle Vielfalt, die in unsere Klassenzimmer kommt, ist dabei Herausforderung und Chance zugleich.“ Das betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan, zur Eröffnung einer internationalen Fachtagung der Kultusministerkonferenz am Montag, den 23. Mai 2016 in Bonn. „Junge Zuwanderer werden umso besser in unsere Schulen und in unsere Gesellschaft integriert, je schneller sie die Sprache ihrer neuen Heimat lernen. Damit Integration gelingt, sind in der Schule jedoch auch die sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zu schaffen. Es ist deshalb wichtig, Toleranz, demokratische Bildung und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Gerade internationale Austauschprogramme und Projekte können dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Die zweitägige Fachtagung steht unter dem Titel „Migration ‒ Integration: Schule gestaltet Vielfalt“. An ihr nehmen rund 380 Lehrkräfte und Bildungsfachleute aus Deutschland und aus dem europäischen Ausland teil. Pädagogische Konzepte für eine Schule der Vielfalt, die Integration, Spracherwerb und Berufsvorbereitung fördert, stehen im Mittelpunkt. Neben der Präsidentin der Kultusministerkonferenz sprechen zum Auftakt Jens Nymand-Christensen, Stellvertretender Generaldirektor für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, und Professor Nihad Bunar, Universität Stockholm. Zudem werden Beispiele guter Praxis aus Schule, Lehrerbildung und dem internationalen Schulaustausch vorgestellt, wie sie der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ Schulbildung fördert. An der Abschlussdiskussion am 24. Mai ab 11:45 Uhr zum Thema „Schule gestaltet Vielfalt und vermittelt Werte: Wie gelingt es, junge Menschen vor politischer und religiöser Radikalisierung zu bewahren?“ nimmt unter anderem Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, teil.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz verwies zur Eröffnung der Tagung auch auf die gemeinsamen Anstrengungen der Länder in den vergangenen Monaten: „In Ministerien, Schulämtern und Schulen wird mit Hochdruck, Engagement und hoher Kompetenz daran gearbeitet, jedes Kind so rasch wie möglich zu beschulen und dafür genügend Lehrkräfte bereitzustellen. Wir legen großen Wert darauf, dass Bildung von Anfang an unabhängig von Aufenthaltsstatus und -dauer organisiert wird. Kinder von Asylsuchenden im schulpflichtigen Alter unterliegen in allen Ländern der Schulpflicht. Die Bildungspolitik, die Länder, die Schulen und die Lehrkräfte leisten ihren Beitrag dazu, dass wir ohne Verzögerung direkt ansetzen können und Kinder schnell unterrichtet werden.“


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