Musiker für Toleranz und gegen Rechtsextremismus

Der Koordinator der Landesregierung für das Handlungskonzept "Tolerantes Brandenburg", Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp hat heute in Potsdam Vorhaben im Rahmen des Handlungskonzepts für das Jahr 2009 vorgestellt, darunter ausführlich den Musikwettbewerb "SOUNDWAHL 2009" gemeinsam mit Vertretern des Vereins Kreuzberger Musikalische Aktion (KMA).

06.01.2009 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Das politische Klima im Land Brandenburg hat sich gewandelt und fremdenfeindliche Einstellungen sind in den vergangenen Jahren seltener geworden", sagte Staatssekretär Jungkamp. "Aber nach wie vor versuchen rechtsextremistische Gruppieren, Einfluss zu gewinnen. Dem gilt es einen Riegel vorzuschieben." Bei den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen werde es darauf ankommen, Rechtsextremisten aus den Parlamenten fernzuhalten, um den Feinden der Demokratie nicht noch mehr Einfluss zu geben, so Jungkamp. "Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktionen wollen wir daher die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Monaten verstärkt über rechtsextreme Gefahren aufklären und sie dafür gewinnen, sich mit uns zusammen zu einem friedlichen und weltoffenen Brandenburg zu bekennen, in dem Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz keinen Platz haben."

Ein Schwerpunkt der Veranstaltungen des Handlungskonzepts "Tolerantes Brandenburg" in diesem Jahr ist das Projekt "Mobil für Demokratie". Im Rahmen dieses Projekts wird ein "Demokratie-Mobil" im Land unterwegs sein.

Ein zentraler Aspekt des Projekts "Mobil für Demokratie" in diesem Jahr ist der Musikwettbewerb "SOUNDWAHL 2009" des Vereins Kreuzberger Musikalische Aktion e.V. (KMA). Junge Musikerinnen und Musiker in Brandenburg und Berlin sind aufgefordert, zum Thema Toleranz, Antirassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt zu texten und zu komponieren. Alle Stilrichtungen von Hardrock über Jazz bis zu Rap oder Hip-Hop sind erwünscht.

Die Nachwuchsmusiker können sich mit ihren Beiträgen an landesweiten Wettbewerben – so genannten Soundcontests – beteiligen. Der erste "Soundcontest" startet am 09. Januar 2009 im Kultur- und Freizeitzentrum "Pegasus" in Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Weitere Contests finden am 17. Januar im Café Hinterhof in Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin), am 23. Januar in der Alten Musikschule in Rathenow (Landkreis Havelland) sowie am 30. Januar im Kultur-Zentrum in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) statt.

Eine Jury wählt die besten Songs aus, die bis Ende März 2009 für einen CD-Sampler aufgenommen werden. Diese "CD für Demokratie und Toleranz" soll dann in Schulen, Jugendklubs und bei öffentlichen Veranstaltungen zu den Wahlen 2009 in Brandenburg kostenlos verteilt und im Internet präsentiert werden. Zudem wird die Kreuzberger Musikalische Aktion als Veranstalter des Musikwettbewerbs von März bis Ende September Live-Auftritte der Bands organisieren. Dafür steht mit dem KMA-Showtruck eine mobile Veranstaltungsbühne zur Verfügung.

Dazu KMA-Geschäftsführer Wolfhard Schulze: "Die KMA führt seit 1992 Projekte und Workshops mit Musik und Tanz im schulischen und außerschulischen Freizeitbereich in Berlin und Brandenburg durch. Ziel ist der Aufbau und die Unterstützung von alternativer Jugendkultur gegen rechte Nazikultur sowie die Förderung der Begegnung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zum Abbau von gegenseitigen Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt."

Das Projekt "SOUNDWAHL 2009" wird unterstützt und gefördert im Rahmen des Handlungskonzepts "Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung. Die Mobilen Beratungsteams (MBT), die Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) sowie andere Partner begleiten das Projekt. Es ist Bestandteil der Kampagne "mobil für Demokratie", mit der die Landesregierung im Rahmen ihres Handlungskonzepts "Tolerantes Brandenburg" besonders auf die in diesem Jahr anstehenden Wahlen zum Europaparlament, zum Bundestag sowie zum Brandenburgischen Landtag hinweisen will.

Weitere Informationen gibt es unter:
www.tolerantes.brandenburg.de/
www.kma-antenne.de/
www.soundwahl.de/


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