NS-Raubkunst- / Beutekunst-Datenbank www.lostart.de in neuer Fassung

Die zentrale deutsche öffentliche Internet-Datenbank zu NS-Raubkunst und Beutekunst [www.lostart.de](http://www.lostart.de) wurde heute in einer komplett erneuerten Fassung frei geschaltet.

23.10.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Im Rahmen eines aufwändigen Relaunches wurde www.lostart.de inhaltlich, technisch und grafisch überarbeitet: Die Navigationsstruktur wurde stark vereinfacht und um neue Funktionen ergänzt. Hierzu zählen zum Beispiel eine Volltextsuche über alle Inhalte von Datenbank und Website sowie ein umfangreicher Servicebereich mit Downloads, Newsletter und einer Warenkorbfunktion für die Bestellung von Veröffentlichungen. Die wichtigsten Grundlagentexte zur Auffindung und Rückgabe von NS-Raubkunst wie die Washingtoner Prinzipien von 1998, die deutsche Gemeinsame Erklärung von 1999 und die deutsche Handreichung von 2008 sind ohne weitere Umwege auffindbar. Nutzer können aktuelle Nachrichten und Termine aus den Bereichen NS-Raubkunst und Beutekunst abrufen oder im "Infocenter" weiterführende Informationen zu den beiden Themenbereichen einsehen.

Kultusminister Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz sagte: "Bei der Provenienzrecherche und –forschung nach NS-Raubkunst stellt www.lostart.de als die zentrale deutsche Internet-Datenbank ein besonders wichtiges Medium dar. Ich freue mich daher, dass www.lostart.de optimiert wurde und damit auch in Zukunft nationale und internationale Transparenz hergestellt wird."

Bei der Suche nach NS-Raubkunst oder Beutekunst ist das Internet inzwischen zu einem unverzichtbaren Medium geworden. Die von der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste als öffentlicher Einrichtung des Bundes und aller Länder unter www.lostart.de betriebene Internet-Datenbank nimmt dabei eine zentrale Position ein. Dies zeigen allmonatlich bis zu knapp 800.000 Hits von Nutzern aus aller Welt.

Die Koordinierungsstelle ist beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg angesiedelt. Sie dokumentiert Such- und Fundmeldungen zu NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern ("NS-Raubkunst") bzw. infolge des Zweiten Weltkriegs verbrachten Kulturgütern ("Beutekunst"), veranstaltet Tagungen und gibt in ihrer Veröffentlichungsreihe Bücher zu diesen Themen heraus. Die Koordinierungsstelle, deren Arbeit von einem Kuratorium, einem Vorstand und einem Fachbeirat begleitet wird, ist zudem Geschäftsstelle der Beratenden Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz.

Kontakt: Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, Turmschanzenstraße 32, 39114 Magdeburg, Dr. Michael Franz, Tel.: 0391/5673891, Fax: 0391/5673899, e-mail: , www.lostart.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden