Senator Rabe begrüßte Bundeskanzlerin Merkel bei der Kultusministerkonferenz

Schulsenator Ties Rabe begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Gespräch mit den Mitgliedern der Kultusministerkonferenz. Dies war das erste Mal seit ihrer Gründung im Jahre 1948, dass ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin hier zu Gast war.

09.03.2012 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Kultusministerkonferenz und Bundeskanzlerin waren sich einig, dass die Themen Migration, Integration, Chancengerechtigkeit und die Bedeutung von Bildung auf der politischen Agenda höchste Priorität haben. Bund und Länder arbeiten gemeinsam in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich daran, weitere Fortschritte zu erzielen.

Besuch der Kanzlerin bedeutet Wertschätzung des Bildungsföderalismus

"Das Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und der Kultusministerkonferenz zeigt, welche Bedeutung das Thema Bildung hat. Bundesregierung und Länder bearbeiten das Thema jeder in seiner Verantwortung und Zuständigkeit - aber tauschen sich intensiv aus. Ich sehe Im Besuch der Bundeskanzlerin eine Wertschätzung für den Bildungsföderalismus in Deutschland", betonte Senator Rabe, Präsident der Kultusministerkonferenz. In zahlreichen Projekten arbeiten Bund und Länder eng zusammen. Dies sind beispielsweise die Qualifizierungsinitiative, der Hochschulpakt, das Auslandsschulwesen, die gemeinsam finanzierte internationale Bildungsforschung sowie die Bildungsberichterstattung.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: "Ich glaube, dass es wichtig und richtig ist, dass wir uns zwischen Bund und Ländern permanent über Integration, Integrationspläne und Integrationsaufgaben austauschen; denn die Zukunft Deutschlands wird ganz wesentlich durch das Gelingen der Integration bestimmt werden. Ich glaube, dass wir den Geist gehabt haben, dass wir das gelingen lassen wollen, und haben weniger über die Schwierigkeiten gesprochen, dafür mehr über die Möglichkeiten."

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zentral für Integration

In diesem Zusammenhang ist auch das am 1. April in Kraft tretende Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen richtungweisend. Es eröffnet Zuwanderern erstmalig einen

Rechtsanspruch auf eine individuelle Bewertung ihrer im Ausland erworbenen Qualifikationen und schafft die Möglichkeit, bereits aus dem Heimatland heraus eine Anerkennung zu erwirken. Ziel von Bund und Ländern ist, dass Bewerber ihr volles berufliches Potential auf dem deutschen Arbeitsmarkt einbringen können. Die Kultusministerkonferenz hat in kurzer Zeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Länderressorts ein Mustergesetz entworfen, damit die notwendigen Anerkennungsgesetze in den Ländern zügig verabschiedet werden können. Die Anerkennung kann so auf einer gesicherten rechtlichen Grundlage und in einheitlichen Verfahren beginnen. Kultusministerkonferenz und Bundesregierung sind sich einig, dass sich die Bildungsbiographien von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in einer möglichst kurzen Zeitspanne angleichen sollen.

Übergang Schule-Beruf

Ein wichtiges Gesprächsthema war der Übergang von der Schule in den Beruf. Alle Länder setzen etablierte Konzepte ein, um Jugendliche intensiv und systematisch auf den Übergang in die betriebliche Ausbildung vorzubereiten. Das Spektrum umfasst feste Strukturen in den Schulprogrammen, individuelle Beratung, Kooperationen mit den berufsbildenden Schulen oder Betriebspraktika. Trotz eines demographischen Rückgangs bei den Schulabgängern konnten mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden als zu Beginn des Ausbildungspaktes.

Gemeinsames Ziel: Wirksame Sprach- und Leseförderung

Sprachdiagnostik, Sprachförderung und Leseförderung standen ebenfalls im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Bundeskanzlerin: Eine wirksame Sprach- und Leseförderung auf der Grundlage einer darauf abgestimmten Sprachdiagnostik gehört zu den drängendsten Herausforderungen im Bildungsbereich. Das sichere Beherrschen der deutschen Sprache ist die Grundlage, auf dem eine erfolgreiche Bildungsintegration aufbaut. Mittlerweile gibt es in allen Bundesländern eine Vielzahl entsprechender Förderprogramme und erhebliche Anstrengungen, um benachteiligten Kindern neue Chancen zu eröffnen. Bund und Länder haben sich darüber hinaus im Dezember 2011 auf eine gemeinsame Initiative verständigt.

"Wir wollen die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre im Bereich der Sprachdiagnostik, Sprachförderung und Leseförderung verstetigen. Unser Ziel ist, eine systematische und kontinuierliche Förderung zu gewährleisten und auszubauen – vom Kindergarten über die Grundschulen bis zum Schulabschluss", unterstrich der Präsident. "Das Gespräch mit der Bundeskanzlerin war sehr konstruktiv und ich bin mir sicher, dass sich Bundesregierung und Länder zukünftig eng über Bildungsthemen austauschen werden", so Rabe.


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