Servicestelle "Arbeiten und Leben" will Beruf und Familie besser in Balance bringen

Die neue Servicestelle "Arbeiten und Leben im Saarland" (ALS) - eine gemeinsame Initiative der Landesregierung, der Wirtschaftskammern IHK und HWK sowie der Vereinigung der saarländischen Unternehmensverbände VSU - unterstützt die saarländischen Unternehmen bei der Einführung familienfreundlicher Maßnahmen.

23.09.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Servicestelle ist bei der Zentrale für Produktivität und Technologie Saar e.V. (ZPT) angesiedelt, die IHK stellt Büro- und Veranstaltungsräume. "Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit ist wichtig geworden, weil sich heute die meisten jungen Menschen Berufstätigkeit und ein Familienleben mit Kindern wünschen. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen steht deshalb seit langem ganz oben auf unserer Agenda. Wesentlicher Baustein ist dabei der weitere Ausbau einer verlässlichen und bedarfsgerechten Kinderbetreuung", erklärte die Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Präsentation der Servicestelle ALS.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat auch die Wirtschaftspolitik erreicht. Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel: "Angesichts des Rückgangs des Arbeitskräfteangebots und in der Konkurrenz um qualifizierte Arbeitskräfte, die sich durch die Globalisierung und den demografischen Wandel noch verschärfen werden, bedeutet eine familienfreundliche Infrastruktur einen Wettbewerbsvorteil und eine wertvolle Investition in die Zukunft. Von ihr können Beschäftigte wie Unternehmen gleichermaßen profitieren." Viele Unternehmen hätten dies erkannt und wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihrem Betrieb voranbringen, so Kramp-Karrenbauer und Rippel weiter. Im Namen aller beteiligten Wirtschaftsorganisationen lobte IHK-Präsident Dr. Richard Weber insbesondere die wirtschaftsfreundliche Umsetzung der Initiative: "Die Unternehmen wissen: Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld rechnet sich. Was ihnen oft fehlt, sind Anregungen und Handreichungen zur konkreten Umsetzung. Sie suchen Informationen, Beratung und Begleitung, um passgenaue Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf einführen zu können. Und genau hier setzt das neue Projekt Familienfreundliche Arbeitswelt – Arbeiten und Leben im Saarland an."

Ziel des Projektes "Familienfreundliche Arbeitswelt – Arbeiten und Leben im Saarland" ist es, den Unternehmen den Weg zu familienfreundlichen Maßnahmen zu erleichtern. ALS bietet Serviceleistungen aus einer Hand, informiert und berät bei allen Fragen im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vermittelt Kontakte zu Behörden, Kammern, Verbänden, Kommunen und Einrichtungsträgern und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung innovativer, maßgeschneiderter Konzepte.

Ergänzend zu diesem kostenlosen Beratungsangebot, hat die Landesregierung eine neue Fördermaßnahme für alle Unternehmen mit einer Betriebsstätte im Saarland aufgelegt. Die Servicestelle ALS ermittelt gemeinsam mit den Unternehmen Umfang und Tiefe des Beratungsbedarfes und vermittelt spezialisierte externe Beratung. Die Kosten für die Einbeziehung externer Unternehmensberatung werden bei Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten mit 90 Prozent und für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten mit 85 Prozent der Kosten bezuschusst. Beantragung und Abwicklung der Förderung laufen über die Servicestelle ALS, die den Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Das Projekt wird je zur Hälfte aus Landesmitteln und aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung "Investition in Ihre Zukunft" gefördert.

Die Servicestelle "Arbeiten und Leben im Saarland" bei der Zentrale für Produktivität und Technologie Saar e.V., steht allen Unternehmen im Saarland ab dem 1. Oktober 2008 zur Verfügung. Ansprechpartnerin: Ute Knerr (Tel.: 0681/95 20-460).


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