Saarland

Sozialministerium, Bildungsministerium und Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur "Initiative Inklusion"

Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, Klaus Kessler, Minister für Bildung, und Ulrich Käser, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, haben am Freitag, 02. Dezember 2011, im Sozialministerium in Saarbrücken eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung der "Initiative Inklusion – Handlungsfeld Berufsorientierung" unterzeichnet.

04.12.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Unser Ziel muss es sein, möglichst vielen Menschen mit Behinderungen eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben. Daher führt unser Ministerium gemeinsam mit dem Bund, dem Bildungsministerium und der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland das Programm "Initiative Inklusion" durch. In gemeinsamer Verantwortung für die inklusive gesellschaftliche Teilhabe behinderter junger Menschen sollen damit die Voraussetzungen für die nachhaltige Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen im Saarland geschaffen werden", erklärt Arbeits- und Sozialministerin Monika Bachmann. In dem jetzt startenden Handlungsfeld 1, Berufsorientierung, wird der Aufbau und die Weiterentwicklung von Strukturen und Maßnahmen zur verbesserten beruflichen Orientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler aus den Förderschulen geistige Entwicklung und körperliche und motorische Entwicklung sowie aus Regelschulen in den Jahren 2011-2014 modellhaft gefördert. "Dabei soll Eltern und Jugendlichen ein echtes Wahlrecht ermöglicht werden, das zum Einen die individuellen Wünsche zur Form der Beschulung (Regel- oder Förderschule) und zur Art der Eingliederung in die verschiedenen Berufe des allgemeinen Arbeitsmarktes berücksichtigt, zum Andern aber auch die Möglichkeit offen lässt, in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu arbeiten", betont Arbeits- und Sozialministerin Bachmann.

Der Bund stellt Fördermittel in Höhe von 507.000 Euro bereit. Das Land beteiligt sich mit zusätzlichen Mitteln aus der Ausgleichsabgabe bis zu einer Höhe von 163.000 Euro. Insgesamt können damit an 14 Förderschulen im Land rund 300 Schüler und Schülerinnen gefördert werden. Bildungsminister Klaus Kessler dazu: "Das Handlungsfeld Berufsorientierung stellt ein zusätzliches Angebot zu den an Förder- und Regelschulen installierten Strukturen der Berufsvorbereitung dar und unterstützt Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf an der Schwelle zwischen Schule und Arbeitswelt. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten Unterstützung durch "Experten", die über vielfältige Erfahrungen bei der Vermittlung und Begleitung junger Menschen mit einer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beziehungsweise über Kontakte zu Werkstätten für behinderte Menschen mit einer Behinderung verfügen." Kessler weiter: "Im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen die Schülerinnen und Schüler und gegebenenfalls ihre Erziehungsberechtigten. Ihre Motivation und Interessenslage soll vertieft erkundet und respektiert werden. Dazu dienen Informationsveranstaltungen, intensiv begleitete Praxisphasen während der letzten beiden Schuljahre und gezielte Eignungsabklärungen."

Auch die Agentur für Arbeit kommt ihrer Verpflichtung als Kooperationspartner in dem Projekt "Initiative Inklusion – Handlungsfeld Berufsorientierung" gerne nach. "Für die Agentur für Arbeit ist die frühzeitige Inklusion von schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf der richtige Weg. Die Einbindung von schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern in den regulären Schulalltag hilft sie auch später in den beruflichen Alltag zu integrieren", erklärt Ulrich Käser, "wir werden in den nächsten Jahren in enger Kooperation mit den Schulen und den Maßnahmenträgern unsere Konzepte zur Berufsorientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln, um den speziellen Anforderungen dieser jungen Leute gerecht zu werden. Im Mittelpunkt unserer Beratungskonzeption steht stets das persönliche Beratungsgespräch, daher ist auch für diese Schülerinnen und Schüler eine individuelle, ihren Bedürfnissen angemessene, Beratung gesichert." Ein wichtiger Aspekt bei der Initiierung dieser Maßnahme im Land war die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten am Prozess. Ministerin Bachmann sagt: "So haben Arbeitsverwaltung, Bildungsministerium, Eltern- und Lehrervertreter und das für die administrative Durchführung des Programms zuständige Integrationsamt unter der Federführung meines Ministeriums diese Kooperationsvereinbarung mit dem dazu passenden Konzept erarbeitet, die wir heute unterzeichnet haben. Dabei ist der heutige Termin bewusst gewählt worden, um auf den alljährlich am 03. Dezember stattfindenden "Welttag der behinderten Menschen" aufmerksam zu machen und ein Leuchtturmprojekt für unser Land auf den Weg zu bringen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden