Staatsministerin Lautenschläger: Mittel aus Konjunkturprogramm II des Bundes sollen auch den hessischen Hochschulen zugute kommen

Die vom Land beantragten Mittel aus dem Konjunktursonderprogramm II des Bundes sollen auch für die Sanierung und Modernisierung von Bestandsbauten an den Hochschulen verwendet werden. Damit können die durch die Investitionspolitik der Landesregierung bereits in Gang gesetzten energetischen Optimierungen von Gebäuden flächendeckend beschleunigt werden. "Wir erreichen dadurch eine erhebliche Reduzierung der Energiekosten und stellen die Einhaltung der klimaschutzpolitischen Ziele der Landesregierung sicher. Von diesen Investitionen profitieren auch Handwerk, Mittelstand und Bauwirtschaft in Hessen", hob Staatsministerin Silke Lautenschläger hervor. Sie setzt sich dafür ein, dass die Bundesmittel mit einem Anteil von 50 Millionen Euro die Investitionen aus dem bereits 2007 von der Landesregierung aufgelegten Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA und dem hessischen Sonderinvestitionsprogramm für Schul- und Hochschulbau ergänzen.

09.01.2009 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

HEUREKA hat ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro bis 2020. Für die Umsetzung werden jährlich 250 Millionen Euro bereitgestellt. Neben den Baumaßnahmen werden aus diesem Budget auch die Ersteinrichtung, der Grunderwerb und die Verkehrs- und Versorgungsanlagen der Hochschulen finanziert. Aus diesen Mitteln können zum Beispiel auch die notwendigen Investitionen für die Errichtung von Kindertagesstätten getätigt werden. Seit 2007 liegen Gesamtkonzeptionen für die nachhaltige bauliche Infrastruktur vor, die den Bedarf der einzelnen Hochschulen darstellen und Grundlage für die jeweilige bauliche Planung sind. Beispielgebend für die jeweiligen Campuskonzepte ist die Standortneuordnung der Goethe-Universität Frankfurt, die bis 2014 vollständig neu errichtet wird. Diese umfassende Investitionsplanung für die hessischen Hochschulen ist deutschlandweit einmalig.

Durch HEUREKA konnten bereits vielerorts Wettbewerbe initiiert werden, um die besten städtebaulichen und architektonischen Lösungen für die Schlüsselprojekte an den jeweiligen Standorten zu ermitteln. Besonderes Augenmerk liegt auf einem einheitlichen architektonischen Gesamterscheinungsbild der jeweiligen Hochschule. Im Hinblick auf die Optimierung der Bewirtschaftungskosten wurden von Anfang an die Anforderungen der seit Anfang dieses Jahres geltenden Energieeinsparverordnung und des Energieeinspargesetzes verbindlich berücksichtigt. Zudem werden die Gebäude so gestaltet, dass sie flexibel und kostengünstig den sich ändernden Nutzungsanforderungen infolge der Entwicklung von Forschung und Lehre angepasst werden können.

Zu Jahresbeginn hatte die Landesregierung außerdem das Sonderinvestitionsprogramm "Schul- und Hochschulbau" mit einem Volumen von 1,7 Milliarden Euro aufgelegt. Für den Hochschulbau werden hiervon in den nächsten vier Jahren 500 Millionen Euro zusätzlich zu den genannten jährlich 250 Millionen Euro bereitgestellt. Damit können weitere, bereits in Vorbereitung befindliche Projekte der Hochschulen aus dem laufenden HEUREKA-Programm vorgezogen werden.


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