Tarifrunde 2009: Lehrpersonen sind keine Bittsteller

"In der Tarifrunde 2009 müssen die Länder die Karten auf den Tisch legen, welchen Stellenwert die Tarifbeschäftigten in den Bildungseinrichtungen haben", verlangt der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. "Richtschnur sind die Tarifergebnisse für Bund und Kommunen, die im Frühjahr 2008 verhandelt worden sind", betont Eckinger. "Ich setze auf selbstbewusstes Handeln der Gewerkschaften. "Wir sind keine Bittsteller. Auch für Schulen, Kindertagesstätten und Hochschulen muss gelten: gutes Geld für gute Arbeit."

09.12.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Eckinger warnt, es sei nicht hinnehmbar, wenn die Länder angesichts der Krise Spekulanten finanziell aufpäppeln, aber den Konjunkturmotor Bildung nicht voll betanken wollten. "Die Tarifrunde 2009 muss auch unter Beweis stellen, ob die Tarifgemeinschaft deutscher Länder aktiv gegen prekäre Arbeitsverhältnisse im öffentlichen Bereich vorgeht", fordert Eckinger. Jede zweite Lehrperson in Deutschland sei teilzeitbeschäftigt und in vielen Fällen könnten die Betroffenen von der Bezahlung kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten. "Das ist ein Skandal", so der VBE-Bundesvorsitzende. "Es zeigt, welchen niedrigen Stellenwert pädagogisches Engagement für Kinder und Jugendliche in Wirklichkeit hat."

"Die Tarifforderung von acht Prozent ist absolut notwendig", bekräftigt auch der Tarifexperte des VBE Helmut Liebermann, zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der dbb tarifunion. Liebermann betont, die Verhandlungen würden auf die Solidarität zwischen tarifbeschäftigten und beamteten Pädagoginnen und Pädagogen setzen. "Es ist klar, dass die Ländertarifrunde 2009 zugleich die Pflöcke für die Bezahlung der Beamtinnen und Beamten einschlägt."

Der VBE setzt die Interessen seiner tarifbeschäftigten Mitglieder an Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen über die dbb tarifunion durch, die einer der Verhandlungspartner auf Gewerkschaftsseite ist. ­


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