Welterbe

Wasserspiele und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe für das Welterbe nominiert

Die Kultusministerkonferenz hat eine weitere deutsche Nominierung zum UNESCO-Welterbe auf den Weg gebracht: Mit der Bitte um Weiterleitung an das Welterbezentrum der UNESCO in Paris ist der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO der Antrag des Landes Hessen *Wasserspiele und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe* als offizielle deutsche Nominierung zum Stichtag 1. Februar 2012 übergeben worden. Über die Eintragung des Bergparks Wilhelmshöhe mit seinen spektakulären Wasserspielen und der 300 Jahre alten Herkules-Statue in die UNESCO-Welterbeliste wird das Welterbekomitee im Sommer 2013 entscheiden.

19.01.2012 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Mit einer Ausdehnung von 550 Hektar ist der Schlosspark Wilhelmshöhe der größte Bergpark Europas; in seiner gestalterischen Qualität hat er zudem eine außerordentliche Bedeutung für die europäische Geschichte der Gartenkunst. Die im Park unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel Ende des 17. Jahrhunderts entstandene Wasserkunst mit Oktogon, Wassertheater und Kaskade gilt gleichermaßen als architektonische wie ingenieurtechnische Meisterleistung und ist einzigartiges Beispiel für den fürstlichen Repräsentationswillen des Absolutismus. Der in den Jahren 1701 bis 1717 entstandene Herkules gilt als Wahrzeichen Kassels schlechthin. Als Sinnbild des erfolgreichen und tugendhaften Herrschers sollte er die Stellung der Kasseler Fürsten gegenüber anderen europäischen Häusern unterstreichen.

Das Welterbekomitee wird sich in seiner Sitzung im Sommer 2012 in St. Petersburg zunächst mit den zuletzt eingereichten Anträgen zur Einschreibung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth und der Kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen befassen. Über den Antrag Wasserspiele und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe wird dann im Folgejahr entschieden werden.

Turnusmäßig reicht das Auswärtige Amt spätestens zum Stichtag 1. Februar das von der Kultusministerkonferenz auf der von ihr geführten Tentativliste für das jeweilige Jahr vorgesehene Objekt als Antrag bei der UNESCO ein. Im vergangenen Jahr hatte die UNESCO mit den Nominierungen Fagus-Werk, den Alten Buchenwäldern Deutschlands und den Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen gleich drei deutschen bzw. unter Beteiligung Deutschlands erarbeiteten Anträgen stattgegeben.


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