Wie Eltern zu besseren Medienerziehern werden

Die meisten Kinder und Jugendlichen nutzen Medien sehr selbstverständlich und kompetent. Das erklärt Arne Busse im Interview mit *spielen, denken, bewegen!* Gleichwohl, so der Referent in der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, gebe es auch problematische Mediennutzung. Hier seien Eltern und Gesellschaft gefordert.

03.10.2010 Pressemeldung Nintendo of Europe GmbH
  • © bikl.de

So können sich Eltern beispielsweise gemeinsam fit machen für diese Herausforderungen. Denn: "Eltern hören auf andere Eltern." Dafür gibt es auch bereits gute Beispiele in allen Bundesländern, weiß Busse. Sie heißen Elterntalk, Elternstammtisch, Elternlotsen oder Eltern-Medientrainer und beherzigen genau dies , berichtet Busse. Auch müsse es möglich sein, eine Atmosphäre des Zutrauens und der Ermutigung zu schaffen, in der Eltern nicht immer nur das Gefühl hätten, sie seien allein die Verantwortlichen und die Schuldigen. "Denn alle Eltern, die Kinder großgezogen haben, wissen, dass dies eine große Leistung ist."

Busse, der unter anderem spielbar.de, die interaktive Plattform der bpb zum Thema Computerspiele, betreut, rät allen Eltern, Dialogbereitschaft zu zeigen, zuzuhören und sich einzulassen. "Ich glaube, dass diese Bereitschaft durchaus gewinnbringend für Erwachsene sein kann. Die heute 40jährigen, die Kinder zwischen 6 und 14 Jahren haben, sind mit Medien aufgewachsen, wenn auch nicht mit dem Internet. Aber ich denke, dass da Anschlussmöglichkeiten sind, indem man sich einfach an seine eigene Kindheit erinnert und sich zum Beispiel überlegt: Wie haben denn meine Eltern reagiert, als ich zum ersten Mal mit dem Gameboy auftauchte?"

Und eines, betont Busse, solle man nicht vergessen: Bei allen Studien auf die Frage nach der liebsten Freizeitbeschäftigung stehe noch immer "Freunde treffen" - und zwar das reale Treffen - ganz oben, und das habe sich in den letzten hundert Jahren nicht verändert.

Arne Busse wird Freitag, 08.10.2010, 11:45 – 12:45 Uhr im Forum Bildung, Halle 4.2 auf der Frankfurter Buchmesse die Podiumsdiskussion: Eltern sind Medienerzieher – Was ist zu tun? moderieren.

Lesen Sie den kompletten Bericht auf www.bildungsklick.de/spielen-denken-bewegen.

Das Projekt spielen,denken, bewegen! informiert und bezieht Stellung zum Thema elektronische Medien in der Schule und zu Hause. spielen. denken. bewegen! im professionellen Schulunterricht und in alltäglichen Lebenssituationen mit der ganzen Familie. Beleuchtet werden der Alltag des Spielens und Lernens ebenso wie aktuelle medienwissenschaftliche Studien und herausragende Visionen von zukünftigen Medien.

Perspektive: Bildung - Ein Projekt von bildungsklick.de in Kooperation mit Nintendo.

Ansprechpartner

Nintendo of Europe GmbH
Nintendo Center
63760 Großostheim
Web: http://www.nintendo.de

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