Kultusministerkonferenz

"Wir müssen Vorurteile und Barrieren abbauen"

Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Stephan Dorgerloh (Sachsen-Anhalt), hat sich heute mit Mitgliedern der Jungen Islam Konferenz (JIK) getroffen, um sich mit ihnen über Grundsatzfragen sowie Chancen und Möglichkeiten für weitere Länder-Partnerschaften auszutauschen.

04.09.2013 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

"Junge Muslime gehören heute ganz selbstverständlich zu Deutschland dazu. Es muss unser aller Interesse sein, dass sie sich mit ihren Erfahrungen auch in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen und unser Gemeinwesen mitgestalten. Die Junge Islam Konferenz ist als bildungsorientiertes Dialogforum geeignet, einen Beitrag dazu zu leisten und den Austausch zu fördern", sagte der KMK-Präsident. Berlin richtet die JIK als erstes Land in diesem und den kommenden drei Jahren auf Landesebene aus. Bis 2016 sollen drei weitere Länder folgen, die eine jährliche Länder-JIK veranstalten. Damit werden Dialogforen für junge Menschen zu Islam und Muslimen eingerichtet, die es in dieser Form bisher nicht gab.

"Die Zukunft Deutschland wird sich nicht ohne ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Mitbürger gestalten lassen. Deshalb ist es wichtig, gerade auch gegenüber jungen Muslimen Vorurteile und Barrieren abzubauen, aber auch die Schwierigkeiten des Miteinanders offen zu benennen. Hierzu kann die JIK in Zusammenarbeit mit den Ländern das Gespräch befördern", unterstrich KMK-Präsident Stephan Dorgerloh.

Hintergrund:

Die Junge Islam Konferenz ist ein Dialogforum und Multiplikatorennetzwerk junger Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren. Sie ist ein Projekt der Stiftung Mercator und der Humboldt-Universität zu Berlin. Als bundesweites Forum bietet sie religiösen und nicht-religiösen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund eine Plattform für Wissensgewinn, Austausch und Intervention in gesellschaftliche Debatten über die Rolle des Islam in Deutschland.

Zwischen 2013 und 2016 sollen neben dem bereits etablierten Dialogforum auf Bundesebene auch Dialogforen auf Länderebene eingerichtet werden. Alle 16 Länder können sich für die Einrichtung und Durchführung einer Jungen Islam Konferenz bewerben. In bis zu vier Ländern wird die JIK dann durch die Stiftung Mercator, das Mercator Program Center und die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit den entsprechenden Ländern angeboten.

Die JIK ist das erste wissenschaftsbasierte Dialogforum für junge Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund zum Austausch über die Rolle von Islam und Muslimen in Deutschland. In dem Projekt geht es darum, die Islam- und Muslimbilder in Deutschland zu thematisieren – und positive, vorurteilsfreie Vorstellungen von Vielfalt an Schulen, in der Politik, aber vor allem im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Weitere Informationen zur Jungen Islam Konferenz und den Formaten auf Bundes- und Landesebene finden Sie unter: www.junge-islamkonferenz.de/


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