Zweites Spitzengespräch "Beruf und Familie" von Land und Saarwirtschaft

Beim zweiten Spitzengespräch zwischen Land, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände am Freitag, den 15. Februar 2008 einigten sich die Gesprächspartner in Umsetzung ihrer Strategie für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auf die Einrichtung einer zentralen Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmen.

15.02.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Ich bin sehr froh, dass wir uns auf ein Konzept verständigt haben, das saarländischen Unternehmen optimale Unterstützung bei der Einführung familienfreundlicher Maßnahmen bietet. Das Beratungsprojekt basiert auf zwei Säulen: Eine zentrale Servicestelle beantwortet Fragen zu familienfreundlichen Maßnahmen im Betrieb und stellt Kontakt zu Behörden, Kommunen und Einrichtungsträgern her. Tiefergehende Beratungen und Bedarfsanalysen erfolgen durch eine Partnerunternehmensberatung", erklärte Bildungs- und Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Ministerin weiter: "Einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer besseren Vereinbarkeit haben wir mit der Neufassung des Saarländischen Kinderbetreuungs- und Bildungsgesetzes (SKBBG) getan. Der von meinem Haus vorgelegte Gesetzentwurf greift die Vorschläge der Wirtschaftsverbände auf, nach denen nunmehr gewerbliche Kindergartenträger als förderfähig zugelassen werden, die Kindertagespflege in Betriebsräumen ermöglicht und ein kommunaler Kostenausgleich zwischen Wohngemeinde und Standortgemeinde für Kindertageseinrichtungen geschaffen wird. Das Gesetz, mit dem wir die Umsetzung betrieblicher bzw. betriebsnaher Kinderbetreuungsmaßnahmen erleichtern, wird voraussichtlich im Sommer in Kraft treten. Wir erhoffen uns nicht zuletzt, dass auch die Unternehmen sich dann verstärkt für die Schaffung von mehr Betreuungsmöglichkeiten engagieren."

Land und Saarwirtschaft kündigten an, das Beratungsangebot im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung vorzustellen und gemeinsam für die Inanspruchnahme zu werben. Insgesamt gelte es, noch mehr Unternehmen für das Thema zu sensibilisieren.

Wirtschaftsminister Joachim Rippel zeigte sich über das Ergebnis erfreut: "Familienfreundlichkeit ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen und ein Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Mit der Anbindung der neuen Beratungsstelle an die Zentrale für Produktivität und Technologie (ZPT) als der Wirtschaft bekannter und kompetenter Ansprechpartner und der Möglichkeit der Inanspruchnahme von unternehmensbezogenen Beratungen erfährt das Angebot im Saarland eine deutliche Aufwertung."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden