Baden-württembergische Medaillengewinner geehrt

Baden-württembergische Sportlerinnen und Sportler haben bei den zurückliegenden Welt- und Europameisterschaften wieder viele Erfolge errungen. Die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Dr. Annette Schavan, und Kultusstaatssekretär Helmut Rau ehrten am Mittwoch (19. Mai) im Stuttgarter Neuen Schloss die sportlichen Botschafter Baden-Württembergs. 316 Medaillengewinnerinnen und -gewinner waren eingeladen. Geehrt wurden unter anderem auch der Europameister im Schwergewichtsboxen, Luan Krasniqi aus Rottweil und der Spitzenfechter Ralf Bißdorf. "Baden-württembergische Sportlerinnen und Sportler sind auf internationalem Parkett immer in den Spitzengruppen zu finden", so die Ministerin. "Das ist auch ein Beleg dafür, dass Baden-Württemberg ein Sportland mit einer hervorragenden Infrastruktur im Leistungs- wie auch im Freizeitsport ist."

19.05.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Medaillengewinner hätten Baden-Württemberg durch ihre Leistungen hervorragend vertreten, so Schavan. "Sie sind Vorbild und gute Botschafter des Landes in der Welt des Sports. Sie sind Vorbilder für Kinder und Jugendliche, wenn es um den fairen Wettbewerb, um herausragende Leistungen, Anstrengung, Talent und Durchhaltevermögen geht. Wir sind stolz darauf, dass es im Land so viele erfolgreiche junge Frauen und Männer gibt, die bei Welt- und Europameisterschaften Gold, Silber oder Bronze gewonnen haben. Hinzu kommen eben so viele herausragende Leistungen im Seniorensport."
Besondere Anerkennung sprach die Sportministerin den behinderten Sportlerinnen und Sportlern aus, die Lebensmut und Zuversicht vermittelten und zeigten, wie sehr Menschen über ihre Kräfte hinauswachsen können. Annette Schavan erinnerte dabei an die "Special Olympic World Games", die im vergangenen Jahr in Dublin stattfanden. Bei den Weltspielen für Menschen mit geistigen Behinderungen nahmen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus 160 Nationen teil.

Annette Schavan hob hervor, dass 2004 von der Europäischen Union zum "Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport" erklärt wurde: "Sport ist wesentliches Element einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung, die schon in den Kindergärten und Grundschulen beginnt." Die Ministerin erklärte, dass es mittlerweile mehr als 400 sport- und bewegungsfreundliche Grundschulen im Land gibt und dass bis 2006 alle Grundschulen entsprechende Schwerpunkte, unter anderem mit fest installierten Bewegungszeiten, entwickelt haben sollen.

Die Ministerin verwies auf das umfassende System der Sportförderung im Südwesten, das darauf ausgerichtet sei, dem Leistungs- wie auch den Breiten- und Freizeitsport gute Rahmenbedingungen zu schaffen und auch in Zeiten einer sehr angespannten Haushaltslage zu erhalten. Dabei würden sich die Leistungen der Wirtschaft, der Vereine, der Sportselbstverwaltung, der Deutschen Sporthilfe, der Stiftungen "Olympianachwuchs in der Schule" und "Sport in der Schule", der Kommunen und des Staates effektiv ergänzen. "Bei der im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr guten Ausgangslage des Sports in Baden-Württemberg muss es möglich sein, die finanzpolitischen Herausforderungen so zu bewältigen, dass der Sport weiterhin in der Lage ist, trotz einiger Einschnitte seine wichti-ge Aufgabe gut zu erfüllen", so die Ministerin.

Annette Schavan: "Die Sportentwicklung in unserem Land ist in vollem Gange. Wir brauchen ein stabiles Fundament, aus dem sich künftige Spitzen heraus entwickeln können. 11.201 Sportvereine mit mehr als 3,7 Millionen Mitgliedern in Baden-Württemberg bilden gleichsam den Kern einer Bewegung des Sportes in unserem Land, die eine gute Basis auch für internationale Erfolge ist." Die Ministerin hofft, dass sich viele Sportlerinnen und Sportler olympischer Disziplinen für die Olympischen Sommerspiele und die anschließenden Paralympics in Athen qualifizieren können und auch dort wieder den guten Namen des Sportlandes Baden-Württemberg unter Beweis stellen werden.


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