"Beitrag gegen das Vergessen"

Der Freistaat Bayern wird die Bildungsarbeit der Stiftung Hartheim und des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim über die menschenverachtende Euthanasie- und Rassepolitik des Nationalsozialismus unterstützen.

18.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Dies wurde nach einem Gespräch zwischen Dr. Josef Pühringer, dem Landeshauptmann des Landes Oberösterreich, und dem Bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, vereinbart. Der Minister sieht darin einen "Beitrag gegen das Vergessen der Gräueltaten, die durch das Dritte Reiche verübt worden sind." Diese hätten die Menschenwürde mit Füßen getreten und seien über Leichen gegangen. Grund genug, das pädagogische Projekt des Landes Oberösterreich zu unterstützen.

In dem ehemaligen Schloss Hartheim in Oberösterreich waren über 30.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Deutschland, Österreich und Slowenien Opfer des menschenverachtenden braunen Euthanasieprogramms geworden. Über 5200 Opfer stammten aus Bayern.

Angehende Förderschullehrer aus Bayern und Oberösterreich sollen im Rahmen der Gedenkstättenpädagogik, die auf bayerisches Seite die Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in Bayern verantwortet, sowohl im Lern- und Gedenkort Hartheim wie auch in den bayerischen KZ-Gedenkstätten Ausbildungsseminare besuchen. In den beiden Haushaltsjahren 2006 und 2007 unterstützt die Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit außerdem die in Schloss Hartheim geleistete Bildungsarbeit finanziell. Die Landeszentrale trägt damit zur internationalen Vernetzung historischer Aufklärungsarbeit bei.


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