Bildungsziele heute noch aktuell

"Die Ziele ihres Verbandes wirken wahrlich nicht alt", so hat gestern Abend Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider den Bayerischen Volksbildungsverband beim Festakt zum 100jährigen Bestehen im Alten Münchner Rathaus gewürdigt. Sie seien aktueller denn je. Der Verband, der rund 1000 Mitglieder hat, leiste mit seiner soliden Arbeit einen Beitrag in der Diskussion über den Begriff "Bildung". Dieser umfasst weit mehr als die freilich ebenfalls wichtigen nachprüfbaren Kompetenzen und das jederzeit abrufbare Wissen. Es gehe aber auch darum, Herz und Charakter zu bilden, erinnerte der Minister an den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Art. 131 der Bayerischen Verfassung.

10.05.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Minister Schneider würdigte den Initiator des Verbandes, den Reformpädagogen Georg Kerschensteiner, einen ausgebildeten Lehrer, der während der Prinzregentenzeit 1906 den Volksbildungsverband ins Leben gerufen hatte. Kerschensteiner habe die Bürgerinnen und Bürger Münchens, aber auch Bayerns mit Bildungsgütern, Kunst und Kultur vertraut machen wollen. Nur eine umfassende Bildung versetze den Menschen in die Lage, Vorgänge richtig beurteilen zu können. Der Staatsminister betonte, dass die Menschen im 21. Jahrhundert mehr denn je bereit sein müssen, lebenslang zu lernen. Dabei komme der Erwachsenenbildung eine wichtige Aufgabe zu.

Der Bayerische Volksbildungsverband schlägt noch heute mit seinen Veranstaltungen eine Brücke zwischen den Menschen und den Kulturgütern in Bayern. Der Verband, dem Frank Thelen vorsteht, organisiert Konzertreihen in den Schlössern Schleißheim, Nymphenburg und der Abtei Benediktbeuren ebenso wie kunsthistorische Vorträge und Führungen zu aktuellen Ausstellungen und Themen. Vom 9. bis 14. Mai lädt der Verband zu zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen ein.


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