Erziehungsarbeit gegen den Rechtsextremismus beginnt an den Schulen

Null Toleranz gegenüber allen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus hat Kultusstaatssekretär Karl Freller anlässlich der Eröffnung des Nürnberger Symposions "Rechtsextremismus in Deutschland und seine Bekämpfung" gefordert. "Wehret den Anfängen, keine Chance für politischen Extremismus und menschenverachtende Parolen! - Diese Formel muss gerade vor dem Hintergrund des jüngsten Eklats im sächsischen Landtag oder der beschämenden Aufmärsche rechter Gruppen beim Gedenken an die Dresdner Bombennacht gelten", sagte Freller.

18.02.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der wehrhaften Demokratie gegen rechtsextremistische Strömungen sei die Erziehungsarbeit an den Schulen. "Demokratie fängt an der Schule an", sagte der Staatssekretär. Es komme darauf an, den jungen Menschen fundierte historische und staatsbürgerliche Kenntnisse zu vermitteln. Politische Bildung sei ein fächerübergreifendes Bildungsziel, das nicht nur in Sozialkunde oder Geschichte zu vermitteln sei. Erziehung gegen den Rechtsextremismus und demokratiefeindliche Haltungen gehe aber weit über den Fachunterricht hinaus. "Wir müssen das persönliche Gespräch mit den Schülern suchen und sie stark machen gegen alle extremistischen Einflüsse", so Freller.

Freller bedankte sich bei den Lehrkräften für ihren Einsatz bei der Erziehung der Schüler zu demokratischen Bewusstsein. "Mit ihrer täglichen Erziehungsarbeit tragen die Lehrkräfte ganz erheblich dazu bei, junge Menschen für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu begeistern. Sie schützen sie vor den gefährlichen Strömungen des Rechtsextremismus und leisten damit einen Dienst, der letztendlich der ganzen Gesellschaft zugute kommt", sagte der Staatssekretär.

Das zweitägige Symposion "Rechtsextremismus in Deutschland und seine Bekämpfung" wird von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit veranstaltet. Es richtet sich insbesondere an Lehrkräfte sowie Multiplikatoren im Bereich der historisch-politischen Bildung. Verschiedene wissenschaftliche Vorträge beschäftigen sich mit dem Potential und der Struktur extrem rechter Wählerschaften sowie mit den parteipolitischen Formationen am rechten Rand. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, wie Staat und Gesellschaft auf die Gefährdungen durch den Rechtsextremismus reagieren können. Rund 160 Teilnehmer haben sich für die Tagung angemeldet.


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