Grünen-Forderung finanziell unrealistisch

Die Forderung der Landtagsfraktion der Grünen, zusätzlich 1,75 Milliarden Euro in Bildung im Freistaat Bayern zu investieren, lehnt Kultusminister Siegfried Schneider angesichts der finanziellen Tatsachen als "völlig unrealistisch" ab. "Bayern hat immer bewiesen, dass Bildung Vorrang genießt. Dies gilt gerade für den Doppelhaushalt 2005/2006 mit den Nachträgen für 2006", so der Minister.

19.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit Hinweis auf die erst jüngst veröffentliche Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) widersprach Minister Schneider dem Vorwurf der Grünen, dass Bayern vergleichsweise wenig Geld für Bildung investiere. Die IW-Studie hatte gezeigt, dass Bayern bundesweit hinsichtlich der Ausgaben je Schüler im Vergleich zu den öffentlichen Gesamtausgaben je Bürger an der Spitze liegt. Während Bayern 141,7 % je Schüler an öffentlichen Ausgaben im Vergleich zu jedem Bürger investiert, liegt der Bundesdurchschnitt bei 120,1 Prozent; die meisten Bundesländer rangieren sogar unter diesem Durchschnitt.


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