Kultusministerin Hohlmeier: Öffnung des historischen Zugangs zur Gedenkstätte Dachau zum 60. Jahrestag der Befreiung

"Der historische Zugang zur Gedenkstätte Dachau wird zur Feier des 60. Jahrestages der Befreiung geöffnet. Ab Mai 2005 werden Besucher aus aller Welt den Weg der Häftlinge durch das Jourhaus gehen können", erklärte Kultusministerin Monika Hohlmeier.

22.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Staatsregierung, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die Kreisstadt Dachau haben sich auf ein gemeinsames Planungskonzept verständigt. Vorgesehen seien der Bau von neuen Zugangswegen, die Neugestaltung der Parkflächen sowie die Errichtung von Haltestellen, einer Fußgängerbrücke und eines eigenen Servicecenters. "Durch die vorgesehene Erschließung gelangen die Besucher auf direktem Weg in die neue Ausstellung der Gedenkstätte", so die Ministerin. Die Pläne seien von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten initiiert worden. "Ich danke besonders dem Stiftungsdirektor Prof. Heldrich, der die Einigung bereits wenige Wochen nach seiner Wahl erreicht hat", sagte Hohlmeier.

"Ich bin sehr froh, dass alle Beteiligten die neuen Pläne begrüßen. Wichtig war mir besonders die Zustimmung der Überlebendenverbände", erklärte Stiftungsdirektor Prof. Heldrich. Um den Weg für die Besucher zum Jourhaus zu verkürzen werde der bestehende Parkplatz in Richtung Westen bis zur Würm erweitert. Das neue Servicecenter könne dann sowohl über die neue Fußgängerbrücke als auch über die Pater-Roth-Straße von der Stadt her erreicht werden. Vor dem Jourhaus werde durch Niederlegen des Erdwalls ein Platz entstehen, der den Blick auf das ehemalige Kommandanturgebäude eröffne. "Die Stiftung wird den Bauantrag der zuständigen Stadt Dachau noch im Juni zuleiten. Wir halten die notwendigen staatlichen Mittel bereit, damit die Baumaßnahmen noch in diesem Jahr beginnen können", so Prof. Heldrich. In einem ersten Abschnitt bis zum Mai 2005 könnten Fußgängerbrücke und Fußweg zum Jourhaus verwirklicht werden. Im zweiten Bauabschnitt seien dann die restlichen Maßnahmen einschließlich des Servicegebäudes vorgesehen.

Erfreut zeigte sich auch der Dachauer Oberbürgermeister. "Die neuen Pläne versprechen eine hochwertige Lösung, die auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt", so Bürgel. Er werde sich für ein schnelles Genehmigungsverfahren in den städtischen Gremien einsetzen.


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