Kultusstaatssekretär Freller: "Die Begegnung mit der persönlichen Lebens-

"Die Lebens- und Leidensgeschichte von Solly Ganor steht für Mut und Zivilcourage im Alltag. Diese Haltungen sind die beste Prävention gegen jede Form des Extremismus", sagte Kultusstaatssekretär Karl Freller anlässlich einer Lesung aus der Autobiographie "Das andere Leben" des jüdischen KZ-Häftlings Solly Ganor. Er habe großen Respekt vor der Zuversicht und Lebensbejahung, mit der Solly Ganor Hass und Gewalt überwinden konnte. Zu der Veranstaltung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg waren 300 Schülerinnen und Schüler aus Nürnberg eingeladen.

29.04.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Veranstaltung in Nürnberg bildete den Schlusspunkt einer Lesereihe, die Staatssekretär Freller für verschiedene Schulen in Bayern initiiert hatte. Der Schauspieler Wolfgang Darchinger las an verschiedenen Orten in Bayern vor insgesamt mehr als 1.200 Schülerinnen und Schülern ausgewählte Passagen aus der autobiographischen Erzählung, in der Solly Ganor von seinem Überleben als jüdischer Junge in der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus berichtet. "Das andere Leben" erzählt von einem Jungen, der fünfzig Jahre lang im Überlebenden Solly Ganor geschwiegen hat und der sich in der autobiographischen Erzählung mit aller Kraft zu Wort meldet. Musikalisch begleitet wurde Darchinger vom Jazz-Vibraphonisten Wolfgang Lackerschmid.

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass die Begegnung mit Menschen wie Solly Ganor und ihrer Geschichte für die Herausbildung eines demokratischen Bewusstseins von Schülerinnen und Schülern von besonderer Bedeutung sei. "Über das Einfühlen in die persönlichen Leiderfahrungen gelangen die Schülerinnen und Schüler zum Verstehen und Handeln", so Freller.


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