Musikexportbüro muss auf eigenen Beinen stehen

(hib/HAH) - Das Deutsche Musikexportbüro "German Sounds" wird künftig ohne die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung auskommen müssen. In ihrer Antwort (16/1058) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/885) teilt sie mit, sie habe ihr Ziel, den Aufbau der Einrichtung, erreicht.

10.04.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Nun sei es "Sache der Träger und Anteilseigner, für die weitere Finanzierung ihres eigenen Unternehmens, dessen Nutznießer sie primär sind, einzustehen". "German Sounds" wurde 2003 als Gemeinschaftsprojekt gegründet, um deutsche Pop- und Rockmusik zu verbreiten, und soll die Chancen der Nachwuchskünstler verbessern.

Träger ist die Musikwirtschaft. Nach Regierungsangaben steuerte der Bund insgesamt 370.000 Euro bei, was etwa 39 Prozent der Gesamtfinanzierung entspricht.

Die Regierung macht in ihrer Antwort deutlich, dass die Dauer der Förderung von Anfang an auf drei Jahre beschränkt gewesen sei. Darüber seien alle Beteiligten auch informiert gewesen. Entgegen der Einschätzung des Geschäftsführer von German Sounds, Peter James, dass die Einrichtung ohne Bundesmittel nur noch drei Monate weiterarbeiten könne, ist die Bundesregierung der Ansicht, dass sich die Musikwirtschaft "bei gegebenem Interesse" zu ihrer Verantwortung bekenne und den Bestand des Projekts sichere.

Weiter betont die Regierung, aus ihrem Engagement in der Filmexportförderung lasse sich keine Verpflichtung für weitere Mittel an "German Sounds" ableiten. Die Märkte für Film und Musik "unterscheiden sich gravierend", so die Regierung.

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Deutscher Bundestag

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