Staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte wird Louis Braille-Schule

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte in Lebach den Namen des Erfinders der Blindenschrift, Louis Braille, tragen. Dies hat das Kultusministerium am Freitag (13.08.04) mitgeteilt.

13.08.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Mit der Wahl dieses Namens wird ein Mann geehrt, dessen geniale Erfindung die Teilhabe blinder Menschen an Bildung und Kultur erst ermöglichte. Louis Braille lebte von 1809 bis 1852. Im Alter von fünf Jahren erblindet, entwickelte er als Jugendliche sein auf sechs Punkten basierendes tastbares Schriftsystem, das heute auf der ganzen Welt verbreitet ist und Millionen von Blinden ein Lesen und Schreiben in allen Sprachen möglich macht. Mit dieser Erfindung war es dem jungen Franzosen gelungen, seinen Schicksalsgefährten eine Brücke in die Welt der Sehenden zu schlagen.

In der Schule für Blinde und Sehbehinderte in Lebach, der einzigen dieser Art im Saarland, erhalten derzeit ca. 100 sehgeschädigte Schülerinnen und Schüler eine ihren individuellen Bedürfnissen und persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung und Erziehung. Darüber hinaus betreut die Schule als Sonderpädagogisches Förderzentrum sehbehinderte Schülerinnen und Schüler, die gemeinsam mit nicht behinderten Schülerinnen und Schülern in Regelschulen unterrichtet werden.

Die offizielle Umbenennung in Louis Braille-Schule erfolgt am 7. Oktober 2004 im Rahmen einer Feierstunde in der Schule in Lebach.


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