Staatssekretär Freller beim Generaldirektor für Bildung und Kultur der

Bayern setzt sich für den weiteren Ausbau der Begegnung von Jugendlichen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten ein. "Wir begrüßen die neuen Initiativen der EU, durch die junge Menschen in Europa zusammengebracht werden", sagte Kultusstaatssekretär Karl Freller wenige Tage vor den Wahlen zum Europäischen Parlament bei einem Meinungsaustausch mit dem Generaldirektor für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, Herrn Nikolaus van der Pas, in Brüssel.

08.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Freller mahnte in diesem Zusammenhang jedoch eine Entbürokratisierung bei den bestehenden EU-Programmen an. Insbesondere müsste der hohe Verwaltungsaufwand vor Ort im Interesse der überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter stark reduziert werden. "Europa wächst von unten her zusammen. Frieden und Freiheit sind keineswegs selbstverständlich. Deswegen müssen wir optimale Rahmenbedingungen für den internationalen Austausch und das gegenseitige Kennenlernen junger Leute schaffen", sagte der Staatssekretär.

In Zentrum des Meinungsaustausches standen die derzeit in Brüssel geführten Verhandlungen über die neue Ausgestaltung der EU-Bildungsprogramme. Der Staatssekretär erteilte allen Bestrebungen eine klare Absage, die auf einen Eingriff in die Bildungssysteme der Mitgliedsstaaten abzielten. "Europa darf nicht zu Zentralisierung und Gleichmacherei führen. Es braucht den Wettbewerb der Ideen und Systeme - auch im Bereich von Erziehung und Bildung", sagte Freller.

Weitere Themen des Gesprächs waren Fragen der Jugendförderung und des Sports. Freller und van der Pas vereinbarten, den Dialog nach den Neubesetzungen der Kommission im Spätherbst des Jahres fortzuführen. Der Staatssekretär gab im Übrigen seiner Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung am kommenden Sonntag Ausdruck.


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