Startschuss für neuen Schülerwettbewerb "film@schule"

"film@schule" - so heißt ein neuer Wettbewerb, an dem sich die bayerischen Schülerinnen und Schüler von diesem Schuljahr an beteiligen können. Kultusstaatssekretär Karl Freller gab heute bei den Medientagen München zusammen mit Prof. Thilo Kleine, dem Geschäftsführer der Bavaria Film GmbH, und der Geschäftsführerin des MedienCampus Bayern e. V., Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, den Startschuss zu dem neuen Projekt.

21.10.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Bei film@schule haben die Schülerinnen und Schüler die einmalige Chance, zündende Filmideen und spannende Filmgeschichten zu entwickeln sowie mit Film- und Fernsehprofis zusammenzuarbeiten. Dabei können sie all ihre künstlerisch-kreativen Fähigkeiten in ihr gemeinsames Projekt einbringen. Und sie erleben vom ersten bis zum letzten Schritt, wie im Film- und Fernsehgeschäft gearbeitet wird", erklärte der Staatssekretär.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Monika Hohlmeier und ist eines der Projekte, die die im Jahr 2003 vom Kultusministerium ins Leben gerufene Stiftung art. 131 gemeinsam mit den Partnern Bavaria Film, dem Bayerischen Rundfunk und dem Mediencampus Bayern allen Schulen anbietet. film@schule soll den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, ihrer eigenen Fantasie Ausdruck zu verleihen und gestalterisch tätig zu werden. "Begegnungen mit Kunst und Kultur sind wichtige Schlüsselerlebnisse auf dem Weg zum Erwachsensein und wesentlicher Teil der Persönlichkeitsbildung an den Schulen. Ich freue mich, dass die Stiftung art. 131 mit film@schule nun ein weiteres hervorragendes Projekt der ästhetischen Bildung mit aus der Taufe heben konnte", sagte Freller. Der Staatssekretär stellte aber auch die Bedeutung des Wettbewerbs für die Förderung der Medienkompetenz der Schüler heraus.

"In der Bilderflut der heutigen Medienwelt brauchen junge Menschen Orientierungshilfen. Wer gelernt hat, eine eigene filmische Bildsprache zu entwickeln oder durch den gezielten Einsatz filmischer Mittel beim Zuschauer Wirkungen zu erzeugen, der wird selbst zu einem verantwortungsbewussten Medienkonsumenten heranreifen und eine besondere Sensibilität für die manipulative Kraft von Medien und Bildern entwickeln", sagte der Staatssekretär.

Im Rahmen des Wettbewerbs sind Schulklassen zunächst eingeladen, unter dem Motto "EIN BLICK" bis zum 15. Februar 2005 eine zweiseitige Geschichte als Drehbuchentwurf für einen Kurzfilm zu entwickeln. Ob Krimi, Science Fiction Film, Drama oder Experimentalfilm, dem Genre sind dabei keine Grenzen gesetzt. Zusätzlich sollen die wichtigsten dramaturgischen Höhepunkte in fünf Bildern visualisiert werden. Dies kann zum Beispiel durch Fotos, Illustrationen, Grafiken, Gemälde oder Collagen geschehen.

Eine Jury aus Lehrkräften, Schülern und Filmemachern wählt dann die besten Drehbuchentwürfe aus. In einer Endausscheidung werden drei Siegergruppen prämiert, die bis zum Schuljahresende mit Unterstützung von Profis der Bavaria Film ihre Drehbuchidee verfilmen. Den drei Gewinnern winkt die Präsentation ihres Films im Bayerischen Fernsehen, dem allerbesten Film sogar die Teilnahme am internationalen Jugendfilmfestival "Ciak Junior" in Italien als deutscher Wettbewerbsbeitrag. "Als in Bayern ansässiges Medienunternehmen unterstützt die Bavaria Film dieses Projekt sehr gerne. Im Rahmen unserer Filmtour haben in den letzten 15 Jahren bereits mehr als 60.000 Schüler am Workshop "Das filmende Klassenzimmer" teilgenommen und uns mit ihrer Kreativität immer wieder positiv überrascht. Daher freue ich mich schon jetzt auf die Ergebnisse des Projekts film@schule" sagte Thilo Kleine von der Bavaria Film GmbH.

Für die betreuenden Lehrkräfte der Schulklassen oder Arbeitsgruppen, die von der Jury prämiert werden, gibt es im März 2005 ein eigenes Fortbildungsseminar in der Bavaria Filmstadt. Hier werden ihnen filmische Arbeitstechniken "Von der Idee zum Drehbuch" vorgestellt und erläutert.


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