25 Jahre Landessammlung Streichinstrumente

Vor 25 Jahren fiel die Entscheidung der Landesregierung, eine Sammlung von herausragenden Streichinstrumenten aufzubauen: Geigen, Bratschen und Celli, die nicht als museale Schaustücke dienen, sondern als edles Handwerkszeug für junge Talente.

25.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Aus Anlass dieses Jubiläums findet am Sonntag, 30. Oktober ein Festakt im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart statt, bei dem junge Musikerinnen und Musiker auf Instrumenten aus der Sammlung spielen werden.

"Mit der Sammlung wird der Zweck verfolgt, insbesondere hochbegabten Studierenden und Absolventen baden-württembergischer Musikhochschulen beim Aufbau ihrer musikalischen Karriere behilflich zu sein, indem ihnen eines der hochwertigen Instrumente leihweise und befristet überlassen wird", erläuterte Kunststaatssekretär Michael Sieber (MdL) die Aufgabe der Landessammlung Streichinstrumente. "Dadurch leisten wir einen wertvollen, sehr praktischen Beitrag für die weitere gute Entwicklung des Musiklandes Baden-Württemberg, das mit seinen musikalischen Potenzialen und seiner breiten Infrastruktur aus Musikhochschulen und Musikschulen in Deutschland und Europa ein hervorragendes Renommee genießt."

Die Sammlung enthält derzeit 44 Instrumente, davon 24 Geigen, 7 Bratschen und 13 Celli mit einem Versicherungswert von rd. 5,4 Mio. Euro. Der Kauf der Instrumente ist aus Wettmitteln finanziert worden. Michael Sieber: "Bis heute haben knapp 340 junge Musikerinnen und Musiker für einige Zeit eines der Instrumente aus der Sammlung gespielt. Sie haben mit diesen wertvollen Instrumenten erfolgreich solistische Auftritte gemeistert, Wettbewerbe bestritten, und manche der jungen Musikerinnen und Musiker haben schon ihren festen Platz im Bewusstsein eines breiteren Publikums eingenommen. Die Instrumente waren ihnen eine wichtige Starthilfe."

Verantwortlich für die Auswahl der erworbenen Instrumente und für die Entscheidung über ihre Vergabe ist eine Kommission, bestehend aus fünf Professoren der baden-württembergischen Musikhochschulen unter Vorsitz von Prof. Rainer Kussmaul, Hochschule für Musik Freiburg. Die Sammlung hat ihren Sitz in Freiburg, wo ihre Initiatoren, die Professoren Ulrich Koch und Wolfgang Marschner, an der Musikhochschule lehrten. Die Geschäftsführung liegt von Anbeginn in den Händen von Manfred Klimanski, Kanzler der Musikhochschule Freiburg.


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