34. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik findet in Ulm statt

"In Baden-Württembergs Wissenschaftspolitik genießt die Förderung der Informatik einen besonders hohen Stellenwert", erklärte Staatsekretär Michael Sieber (MdL) zur Eröffnung der 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI) am 22. September in Ulm. Unter dem Motto "Informatik verbindet" stellen in Ulm renommierte Fachleute in Workshops und Vorträgen aktuelle Entwicklungen in der Informatik vor.

22.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Baden-Württemberg finanziere bereits eine Vielzahl von Projekten, betonte Sieber. Die Entwicklung von Unternehmenssoftware beispielsweise werde bereits mit über 10 Millionen Euro und der Bereich Bioinformatik mit knapp 8 Millionen Euro gefördert.

Hinzu kommen nach Mitteilung des Staatssekretärs neu bewilligte Fördergelder in Höhe von 12 Millionen Euro. Diese Summe soll nach Empfehlungen des Landesforschungsbeirats für die Forschung am Höchstleistungsrechner-Kompetenzzentrum (Karlsruhe/Stuttgart) sowie dem Förderprogramm Informationstechnik Baden-Württemberg (BW FIT) zur Verfügung stehen. "Damit können sich die Universitäten in strategisch wichtigen Forschungsfeldern hervorragend positionieren" (Sieber). "Baden-Württemberg hat seit den neunziger Jahren gezielt die Ausbildungskapazität in der Informatik an den Hochschulen und Berufsakademien ausgebaut." Dank eines Fördervolumens von rund 112 Millionen Euro erhöhe sich die Zahl der zusätzlichen Studienanfängerplätze um 43% auf ca.1.800 Plätze, sagte Sieber. "So untermauern wir die Spitzenstellung der baden-württembergischen Hochschulen." Das Ausbauprogramm berücksichtige nur Studiengänge nach dem Bachelor-/Master-Modell und Diplom-Kurzstudiengänge, da die Absolventen möglichst rasch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollen. Das Wissenschaftsministerium betreibe die rasche Überführung der bisherigen Ausbildungsangebote (Diplom und Magister) in das gestufte Studiensystem nach dem angloamerikanischen Bachelor-/Master-Modell. "Gerade beim Ausbauprogramm Informatik hat sich gezeigt, dass die parallelen Angebote mit dem alten Diplom auf der einen und Bachelor/Master auf der anderen Seite die rasche Umsetzung des Informatikausbauprogramms behindert", erklärte Sieber.

Der Staatssekretär würdigte die wirtschaftliche und technologische Entwicklung der Stadt Ulm. Im "Prognos-Zukunftsatlas 2004" belege sie unter knapp 450 Standorten in Deutschland einen hervorragenden 17. Platz. Ulm zähle zu den Regionen mit einer weit überdurchschnittlichen Entwicklungsdynamik. "Die Region Ulm hat sehr gute Zukunftschancen" erklärte Michael Sieber und wies besonders auf die zentrale Rolle der Universität Ulm für die Entwicklung der gesamten Region hin.


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