Annette Schavan: Gesellschaft muss die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern mehr achten

"Die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern muss in der Gesellschaft mehr wahrgenommen und höher eingeschätzt werden. Nur in einem Klima der Achtung und Wertschätzung kann sich Autorität und emotionale Bindung als unabdingbare Voraussetzung für Bildung und Erziehung entwickeln". Das erklärte die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Annette Schavan am Mittwoch, 22. September, nach der Vorstellung der OECD-Lehrerstudie in Berlin.

22.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Koordinatorin der Kultusminister der unionsgeführten Länder sagte, dass die Anregungen und Perspektiven des Berichtes ernst genommen würden. Sie verwies darauf, dass in den meisten Ländern die Entwicklung gerade in den Bereichen Lehreraus- und -fortbildung, Steuerung des Schulsystems mit größerer Eigenständigkeit der Schulen sowie Evaluationskonzepten weit fortgeschritten sei. Teil des Reformpaketes sei auch die Neudefinition der Lehrerarbeitszeit über das Regelstundenmaß hinaus. "Damit soll über den Unterricht hinaus mehr Gerechtigkeit, Transparenz und Lebensnähe in der Bewertung der Lehrerarbeitszeit erreicht werden", so Schavan. Die Ministerin machte indes klar, dass Innovationen alleine nicht alles bewirken können: "Reformen im Bildungswesen können nur dann erfolgreich und nachhaltig sein, wenn die Gesellschaft wieder Leidenschaft für Bildung und Achtung vor pädagogischer Arbeit entwickelt."

In den von der OECD-Lehrerstudie Attracting, Developing and Retaining Effective Teachers angesprochenen Bereichen wurden und werden in Baden-Würtemberg folgende Maßnahmen umgesetzt: Download im .pdf-Format.


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