Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen des Künstlerbundes Baden-Württemberg

"Die Jubiläumsausstellung zum 50-jährigen Bestehen des Künstlerbundes Baden-Württemberg e.V. bietet in einer Rückschau auf diese Jahre ein interessantes Panorama des reichen und lebendigen Kunstschaffens im Land", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber (MdL), am 15. April zur Eröffnung der Ausstellung "Zeit - Raum - Zeichen" auf Schloss Achberg, Kreis Ravensburg. Die informative und spannungsvolle Gegenüberstellung verschiedener künstlerischer Sujets und Themen, Stile und Techniken, darunter Bilder von Willi Baumeister, Otto Dix und Erich Heckel, werfe erhellende Schlaglichter auf eine Spanne von fünf Jahrzehnten künstlerischer Entwicklung im deutschen Südwesten, führte der Staatssekretär aus.

15.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Künstlerbund Baden-Württemberg sei, betonte Sieber, eine der wenigen Organisationen, die sich in dem neu gebildeten Südweststaat auf Landesebene konstituiert haben. "Damit hat er frühzeitig nicht nur ein erweitertes Wirkungsfeld wahrgenommen, sondern zugleich über alte Territorialgrenzen und mancherlei Vorurteile, Befangenheiten und Unterschiede in der Mentalität hinweg zur Kultur in Baden-Württemberg beigetragen." Durch die Schaffung der Möglichkeiten für eine tolerante, facettenreiche Entfaltung der Kunst habe der Künstlerbund die Grundprinzipien unserer offenen pluralistischen Gesellschaft mit gestärkt.

"Nirgendwo in Deutschland gibt es - bezogen auf die Einwohnerzahl - so viele Theater, so viele Museen und eine so breit angelegte Kunstförderung. Das Land hat seine Spielräume in der Kulturpolitik zu nutzen gewusst und der Kultur immer einen hohen Stellenwert gegeben", hob der Staatssekretär die Bedeutung der Kunst und Kultur für Baden-Württemberg hervor. Dabei erfüllten Land und Kommunen gemeinsam den in der Landesverfassung verankerten Auftrag zur Förderung des kulturellen Lebens. Allein das Kunstministerium habe im Jahr 2004 rund 275 Millionen Euro für Kunst und Kultur aufgewendet, die Mittel anderer Ressorts für Film und Medien (Staatsministerium), Laienkunst (Kultusministerium), Denkmalpflege (Innenministerium) sowie Schlösser und Gärten (Finanzministerium) in Höhe von nochmals rund 95 Mio. Euro nicht mitgerechnet.

In Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte müsse, so Michael Sieber, die Kunstförderung jedoch durch das private Engagement von Bürgern und Wirtschaft auf eine breitere Basis gestellt werden. "Seit 50 Jahren bietet der Künstlerbund der Kunstöffentlichkeit ein wertvolles Forum der Information und Vermittlung. Für diesen Einsatz möchte ich dem Künstlerbund und allen seinen Mitgliedern und Förderern sehr herzlich danken."


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