Bayerisches Nationalmuseum

Der Vorplatz des Bayerischen Nationalmuseums präsentiert sich in neuer Gestalt. "Das Bayerische Nationalmuseum erhält pünktlich zu seinem 150. Gründungsjubiläum mit dem neu gestalteten Vorplatz ein schönes und lang ersehntes Geschenk. Die Neugestaltung ist aber weit mehr: Sie ist ein Geschenk für die ganze Stadt!", erklärte Kunstminister Dr. Thomas Goppel bei der Einweihung des nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekten Professor Rainer Schmidt neu gestalteten Platzes am Mittwoch in München.

15.09.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Zugleich hob Goppel hervor, dass mit dem neuen Vorplatz dem Ensemble des Bayerischen Nationalmuseums das letzte noch fehlende Element hinzugefügt worden sei. "1936 zerstörten die Nationalsozialisten den historischen Vorplatz des Bayerischen Nationalmuseums, um eine Fahrtrasse zum damals angelegten Flughafen in München-Riem zu bauen und zerstörten damit auch das Ensemble aus Museumsvorplatz und Museumsgebäude. Mit der Erneuerung und Neugestaltung des Vorplatzes ist dieses einheitliche Ensemble wieder hergestellt", so der Minister. "Zugleich bezieht das Bayerische Nationalmuseum die bislang von der Neuen Sammlung genutzten Räume in seine Ausstellungsfläche ein und wird dort in Kürze die neu erworbene Skulpturensammlung des Berliner Justizrats Dr. Bollert präsentieren. Damit verfügt das Museum nun erstmals seit der Vorkriegszeit wieder über die gesamte Fläche der Anlage - von der Lerchenfeld- bis zur Oettingenstraße."

Goppel betonte, dass die Wiederherstellung des Ensembles von Museumsbau und Museumsvorplatz nicht ohne erhebliches privates Engagement möglich gewesen wäre. "Der Freundeskreis des Bayerischen Nationalmuseums hat die Erneuerung des Vorplatzes als historische Aufgabe angesehen und den größten Beitrag zum Gelingen des Vorhabens geleistet. Als Träger des Bauvorhabens und Koordinatoren des Projekts haben die Freunde des Bayerischen Nationalmuseums nicht nur die Projektarbeit beherzt und gekonnt durchgeführt. Sie haben mit einem Beitrag von 500.000 Euro auch den Großteil der Kosten getragen", erklärte der Minister und dankte stellvertretend dem Vorsitzenden des Freundeskreises, Dr. Albrecht Schmidt, und Kuratoriumsmitglied, Dr. Helmut Röschinger, der die Projektkoordination ehrenamtlich übernommen hatte, für das Engagement des Freundeskreises. Die Stadt München und der Freistaat Bayern, die durch einen Grundstückstausch die Planungen erst ermöglicht hatten, trugen je 200.000 Euro als Zuschuss zu den Projektkosten bei.


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