Bibliotheksförderung erhält moderne und effiziente Struktur

Die Aufgaben des Staatlichen Büchereiamtes für das Saarland werden inhaltlich neu ausgerichtet und strukturell neu geordnet. Dies teilte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath heute vor der Presse mit. Damit greife das Ministerium Empfehlungen des "Hesse-Gutachtens" auf, das eine Aufgabenprüfung und eine Neustrukturierung der Bibliotheksförderung vorgeschlagen habe. "Künftig wird die Bibliotheksförderung moderner, effizienter und flexibler", erklärte die Staatssekretärin.

24.02.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Zukünftig werde es direkte Hilfen an die Bibliotheken in Form von Zuschüssen für den Bücherkauf, für die Einrichtung von Kinderleseecken oder für Maßnahmen zur Leseförderung oder für Buch- oder Leseprojekte geben. Möglich werde auch die Förderung von Modellprojekten, wie dies in anderen Bundesländern längst üblich ist. "All dies war in der bisherigen Form nicht möglich. Die Beschränkung auf den Ankauf von Medien hatte uns die Hände gebunden. Während der Etat für Beschaffungen immer kleiner wurde, stiegen die Personalkosten an. Dies wird sich ändern", so Dr. Susanne Reichrath.

Mit der vorgesehenen Neuorganisation wird die Bibliotheksförderung mit den Sachgebieten Leseförderung, Förderung der Schulbibliotheken und Literaturförderung in einem Referat im Ministerium zusammengeführt. Im Rahmen der Neuorganisation wird die Ergänzungsbücherei ihre Arbeit einstellen. Da in Zukunft die mit der Bibliotheksförderung beauftragten Personen nicht mehr durch die Pflege der Ergänzungsbücherei gebunden sind, können sie nun stärker vor Ort beraten und helfen, zum Beispiel bei Anträgen auf Lese- und Bibliotheksförderung. Eine weitere wichtige Aufgabe wird die Förderung des Aufbaus eines landesweiten Bibliotheksnetzwerkes sein.

Den Befürchtungen kleinerer Bibliotheken und Schulen, dass es zukünftig keine Medienpakete mehr gäbe, trat sie entgegen. "Medienpakete wird es auch in Zukunft geben, allerdings nicht mehr über eine zentrale Bibliothek im Kultusministerium, sondern dezentral von kommunalen Bibliotheken im Land, die dafür von Seiten des Landes eine Unterstützung erhalten sollen."

Dr. Susanne Reichrath: "Die Neuorganisation wird zu einer erheblichen Verbesserung für die Bibliotheken und Schulbibliotheken führen. Es wird erstmals Landesmittel geben, mit denen der Bestandsaufbau, die Einrichtung sowie Projekte der kommunalen Bibliotheken, der ehrenamtlichen Bibliotheken und der Schulbibliotheken gefördert werden können."


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