Bildung und Kultur müssen Bund-Länder-Anliegen bleiben

„Es darf in Deutschland nicht zu einem Föderalismus pur kommen.“ Das erklärten heute das Präsidium des Deutschen Kulturrates und der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Dr. Ludwig Eckinger in einem gemeinsamen Gespräch. Sie betonten: „Bildung und Kultur müssen weiterhin als gemeinsamer Auftrag von Bund und Ländern gestaltet werden.“ Basis dafür sei der kooperative Föderalismus. Insbesondere sollte die Möglichkeit innovativer Bund-Länder-Programme für den schulischen wie außerschulischen Bereich erhalten bleiben.

28.03.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates Prof. Dr. Max Fuchs unterstrich, dass es eine Gefährdung für Bildung und Kultur bedeuten würde, gerade jetzt im PISA-Zeitalter die gemeinsame Bildungsplanung von Bund und Ländern aufgeben zu wollen. „Bildung und Kultur dürfen die Föderalismusreform nicht ausbaden.“

VBE-Bundesvorsitzender Dr. Ludwig Eckinger sagte: „Das Ganztagsschulprogramm und auch der SINUS-Modellversuch stehen für eine konstruktive Zusammenarbeit von Bund und Ländern, die eigentlich Mut machen sollten für weitere gemeinsame Vorhaben. Auf diesem Wege können alle Länder zu Gewinnern werden.“ Der VBE befürchte, so Dr. Ludwig Eckinger, dass bei alleiniger Länderzuständigkeit für Bildung reiche Bundesländer die weniger finanzstarken Länder abhängen könnten.

Deutscher Kulturrat und VBE sind sich darin einig, dass die Chancen von Kindern und Jugendlichen durch die geplante Föderalismusreform noch stärker als bisher vom Wohnort der Eltern abhängig würden und sehen deshalb dringenden Änderungsbedarf.

Deutscher Kulturrat und Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßten den erklärten Willen des Deutschen Bundestags, die beabsichtigten Grundgesetzänderungen im Bereich Bildung eingehend zu prüfen und dafür Fachurteile einzuholen.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer
Deutscher Kulturrat
Chausseestraße 103, 10115 Berlin

Mira Futász
Pressereferentin
Verband Bildung und Erziehung (VBE),
Bundesgeschäftsstelle, Behrenstraße 23/24, 10117 Berlin


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