Bildungsminister Rupprecht eröffnet Tagung zur gesunden Ernährung von Grundschulkindern

Auf einer Tagung zur gesunden Ernährung und Gesundheitsförderung von Grundschulkindern machte Bildungsminister Holger Rupprecht heute in Potsdam auf die Zunahme von Essstörungen von Kindern aufmerksam. Die Tagung ist Teil der gemeinsamen Kampagne "Henrietta in Fructonia" des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und der AOK.

12.04.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Über- aber auch Untergewicht sind bereits bei Kindern und Jugendlichen in bedeutendem Ausmaß vertreten. So hat in der Altersgruppe der 6 bis 17Jährigen jeder Dritte ein außerhalb der Norm liegendes Gewicht", sagte Bildungsminister Holger Rupprecht in seiner Rede. "Fitte Kinder lernen besser! - deshalb gehört im Land Brandenburg die Gesundheitsförderung mit zu den vordringlichen Aufgaben im Schulbereich. Gesunde Ernährung und Bewegung müssen heute zu den Kernkompetenzen zählen."

Bereits jede dritte Schülerin zwischen 12 bis 20 Jahren leidet an Frühformen von Essstörungen, bei 14 Prozent dieser Altersgruppe besteht bereits ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung einer Magersucht oder Bulimie. Übergewicht und Bewegungsmangel gehören zusammen. Die verringerte körperliche Aktivität führt darüber hinaus zu Koordinationsschwäche, Haltungsschäden und Herz-Kreislauf-Beschwerden. So weisen bereits im Grundschulalter fast 20 Prozent der Jungen und 9 Prozent der Mädchen Koordinationsstörungen auf und 5 Prozent der Kinder zeigen Haltungsschwächen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 11 Prozent aller Jungen und Mädchen zwischen 6 bis 17 Jahren übergewichtig. 9 Prozent der Jungen und 7 Prozent der Mädchen weisen bereits ein behandlungsbedürftiges Übergewicht auf.

Um Grundschülerinnen und Grundschüler gesunde Ernährung und Bewegung näher zubringen tourt das Theaterstück "Henrietta in Fructonia" durch brandenburgische Grundschulen. Bildungsprozesse sind vor allem dann Erfolg versprechend, wenn sie die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aufgreifen und bei den Alltagserfahrungen anknüpfen, so wie es bei "Henrietta" der Fall ist.


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