Das brandenburgische Schule-Leistungssport-Verbundsystem im öffentlichen Interesse

Gemeinsam mit der Potsdamer Olympiasiegerin Kerstin El Qalqili und dem Schulleiter der Spezialschule Sport in Potsdam, Klaus-Rüdiger Ziemer, stellte Sportminister Steffen Reiche heute das erfolgreiche Schule-Leistungssport-Verbundsystem Brandenburgs und das "Jahr des Schulsports 2004/2005" vor. Das Schule-Leistungssport-Verbundsystem ist nach dem Abschneiden der brandenburgischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen verstärkt im öffentlichen Interesse.

14.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Medien sprachen nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen vom 'Märkischen Gold'", sagte Sportminister Reiche. "Die olympischen Erfolge belegen den bundesweit anerkannten Stellenwert der Schule - Leistungssport - Verbundsysteme in Frankfurt Oder), Cottbus, Potsdam und Luckenwalde, wo diese Leistungsentwicklung vollzogen wurde. Insbesondere die gute Abstimmung aller Beteiligten in diesen Verbünden ist die Grundlage eines solchen Erfolges. Der DSB will jetzt sämtliche deutsche Eliteschulen des Sports unter die Lupe nehmen. Diese Untersuchung wird die hohe Qualität unserer Schulen noch einmal herausstellen. Diese erfüllen bereits heute die 'Qualitätskriterien der Eliteschulen des Sports', die der DSB aufgestellt hat."

14 brandenburgische Sportlerinnen und Sportler, die Vereinen aus dem Land Brandenburg angehören, gewannen bzw. waren beteiligt am Gewinn von 5 Goldmedaillen, 1 Silbermedaille und an 1 Bronzemedaille. In Sydney 2000 waren es 8 Sportlerinnen und Sportler, die insgesamt 7 Medaillen gewannen bzw. am Gewinn beteiligt waren( 4/0/3). Brandenburg war mit 10 Prozent Beteiligten an der deutschen Mannschaft an fast 40 Prozent der deutschen Goldmedaillen (14) beteiligt. Dies ist eine beeindruckende Leistung. Von den insgesamt angereisten 28 brandenburgischen Athletinnen und Athleten waren 20 an einer Sportschule und von den 14 Medaillengewinnern 10.

Ziele der im Schule-Leistungssport-Verbundsystem kooperierenden Partner sind es,

  • die Möglichkeiten der Schule und des Schulsports für eine systematische Talentförderung voll auszuschöpfen,
  • die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein/-verband zu systematisieren,
  • einen Weg zu finden, auf dem die Heranwachsenden unter Berücksichtigung pädagogischer Grundsätze sowie der Anforderungen der jeweiligen Sportart systematisch zum Leistungssport geführt werden unter Aufrechterhaltung der Qualitätsanforderungen von Schule und Unterricht und dem Ziel, alle Anlagen eines jungen Menschen zu fördern.

Ein wesentliches Merkmal der Eliteschulen des Sports ist der Einsatz von Lehrkräften und Trainerinnen und Trainern im Schulsport (Lehrer-Trainer), die neben der Qualifikation als Lehrkraft auch lizenzierte Trainer oder Trainerin der Sportarten sind. Ihr Einsatz an der Schule erfolgt sowohl im Sportunterricht gemäß Stundentafel als auch im Wahlpflichtfach und Arbeitsgemeinschaften, in denen die sportfachlichen Inhalte der jeweiligen Landessportverbände umgesetzt werden können.

"Aber wir wissen, dass eine Leistungsspitze nur aus einer breiten Basis erwächst. Deshalb habe ich veranlasst, dass mit Beginn diesen Schuljahres an allen Schulen im Land Brandenburg drei Stunden Sport von der 1. bis zur 13. Klasse verpflichtend sind. Wir sind damit das erste Bundesland, das dies umsetzt", sagt Sportminister Reiche. "Zusätzlich hat mit dem Schuljahr 2004/2005 auch das 'Jahr des Schulsports im Land Brandenburg' begonnen. Insofern stehen der Schulsport und seine vielfältigen schulsportlichen Wettbewerbe in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Augenmerk. Die Motivation dafür steht nicht schlecht, zählt der Sport doch bei den Schülerinnen und Schülern nach wie vor zu den beliebtesten Unterrichtsfächern. Insgesamt 200 Einzelveranstaltungen sind fest geplant."


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