Frankenberg eröffnet "11. Landesbühnentage" in Tübingen

Kunstminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat in Tübingen die "11. Landesbühnentage" eröffnet. Vom 9. bis 13. März sind an verschiedenen Spielstätten 26 Inszenierungen von 21 Landestheatern aus ganz Deutschland geboten. "Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die vielfältige Theaterarbeit der Landesbühnen. Auf dem Programm stehen zeitgenössische Stücke vorwiegend junger Autorinnen und Autoren, Diskussionen, Gespräche und Lesungen sowie musikalische Veranstaltungen", erklärte Frankenberg am 9. März in Tübingen. Als Besonderheit stellte der Minister ein Theaterprojekt mit Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Rottenburg heraus.

09.03.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"In den drei baden-württembergischen Landesbühnen Bruchsal, Esslingen und Tübingen konkretisiert sich die Idee der dezentralen Kunstpolitik, einer wichtigen Säule unserer Kunstförderung. Jedes Jahr geben Hunderte von Gastspielen außerhalb ihrer Sitzorte hierfür ein überzeugendes Beispiel", betonte Frankenberg, der auch die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hat. "Wir wollen Spitzenleistungen fördern, die Maßstäbe setzen, zugleich aber die breite Basis nicht vernachlässigen. Mit unserem Fördersystem ermöglichen wir durch regionale Breitenwirkung möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme am Kunstgeschehen."

Der Kunstminister hob hervor, dass die bereits 1919 gegründete Esslinger Bühne zu den ältesten Landesbühnen der Bundesrepublik gehöre. "Die Theaterszene hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition, auf die wir sehr stolz sind. Diese Tradition ist zugleich eine Verpflichtung, für ihre Fortsetzung einzutreten." Rund 110 Mio. Euro wende das Jahr jährlich für zwei Staatstheater, acht Kommunaltheater, drei Landesbühnen, 15 Theaterfestspiele und mehr als 25 professionelle Kleintheater sowie Puppen- und Marionettentheater auf. "Ein vielfältiges Kulturangebot ist unentbehrlich für die Lebensqualität, das geistige Klima und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes", betonte der Minister. Die Landesbühnen seien aus dem Theaterleben heute nicht mehr wegzudenken, da sie theaterlosen Städten und Gemeinden ein wichtiges kulturelles Angebot unterbreiten, was aber auch enorme Anforderungen an die Bandbreite des Repertoires stelle. "Die Landesbühnen sollten dies als Herausforderung begreifen, die gleichzeitig Lebendigkeit und Vielfalt garantiert", so der Minister. Es sei zu hoffen, dass auch die Unterstützung durch die Kommunen gesichert sei. "Ich wünsche mir eine klare kulturpolitische Aussage für diese Theater. Dies mag nicht immer leicht sein und gelegentlich ein Bekenntnis zum Risiko verlangen. Aber gerade dies gehört zum Wesen der Theatersubvention: die Schaffung von Freiräumen, in denen auch das Ungesicherte, das Problematische und Umstrittene gewagt werden kann."

Nähere Informationen und Programm unter
www.landestheater-tuebingen.de/0405/lbt/index.html


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