Fröhlich gratuliert Limesmuseum zum 40-jährigen Bestehen

"Das Limesmuseum ist ein Musterbeispiel vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenwirkens einer Stadt und des Landes." Mit diesen Worten würdigte Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich das Limesmuseum bei der Eröffnung der Ausstellung "Geritzt und Entziffert - Schriftzeugnisse der römischen Informationsgesellschaft" am 24. September in Aalen.

24.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das Limesmuseum, ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums, feiert mit dieser Ausstellung und den am 25. und 26. September stattfindenden 7. Internationalen Römertagen sein 40-jähriges Bestehen. Der Amtschef des Wissenschaftsministeriums bewertete die enge Kooperation des Museums mit der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Stadt Aalen, die den weiteren Ausbau des Limesmuseums ermöglichen werde, als besonders positiv. Die Landesstiftung fördere dieses Projekt mit rund 1,1 Millionen Euro. Fröhlich: "Durch diese Erweiterung wird ein noch größerer kultureller Anziehungspunkt. Seine besondere Ausstrahlungskraft für Aalen und den ganzen ostwürttembergischen Raum wird noch wachsen."

Der Ministerialdirektor betonte die große Bedeutung eines solchen Engagements vor Ort gerade in Zeiten, in denen auch die öffentlichen Kulturetats von Kürzungen betroffen seien. Das Land Baden-Württemberg habe das Museum bereits seit seiner Gründung als Zweigmuseum des Württembergischen Landesmuseums unterstützt. Seitdem seien Landesmittel von rund 1,9 Millionen Euro für das Museum und seinen Ausbau geflossen. Daneben habe das Land zu den laufenden Kosten insgesamt rund 400.000 Euro beigesteuert.

Die Städte Aalen und Osterburken haben nun gemeinsam beantragt, in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesmuseum das Limesmuseum in Aalen und das Römermuseum in Osterburken als überregionale Schwerpunktmuseen in Baden-Württemberg und als Beitrag zum beantragten UNESCO-Weltkulturerbe obergermanisch-raetischer Limes auszubauen. "Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt nachdrücklich", so Fröhlich.

"Am Limesmuseum lassen sich zwei wichtige Grundsätze der Kunstförderung des Landes illustrieren," erläuterte der Ministerialdirektor. Der Staat unterstütze kulturelle Einrichtungen überall im Land und nicht nur in den Ballungszentren. Das kulturelle Leben solle dabei in erster Linie von örtlichen und regionalen Kräften getragen werden. Doch leiste der Staat die notwendige Unterstützung, wo es geboten sei. Die Stadt Aalen sei somit beim Limesmuseum für die Gebäude und den laufenden Betrieb zuständig. "Die zuständigen Landesmuseen haben die Einrichtung und die archäologische Fachbetreuung der Dauerausstellung übernommen, Sonderausstellungen vorbereitet und die laufende Arbeit von facharchäologischer Seite beraten."


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