GEW-Gesamtschultag in Bühl: Abschied von der Pädagogik des Wegschickens

Bühl - "Unsere Schulen sind geprägt von einer Pädagogik des Wegschickens. Kinder mit schwachen Leistungen bleiben sitzen oder müssen die Schulart wechseln. Wir brauchen aber Schulen, die Kinder fördern statt sie wegzuschicken. Deshalb unterstützen wir alle Initiativen, die eine längere gemeinsame Schulzeit in Baden-Württemberg zum Ziel haben", sagte am Wochenende auf dem Gesamtschultag in Bühl bei Freiburg Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

21.02.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Der besonders in Baden-Württemberg gepflegte Mythos, durch möglichst viele unterschiedliche Schularten könnten die Kinder besser gefördert werden, ist durch die PISA-Studie widerlegt worden. Länder, die als Regelschule eine gemeinsame Basisschule für alle haben, erzielen bessere Ergebnisse und können auch Kinder mit schwieriger sozialer Herkunft erfolgreicher fördern", sagte Dahlem.

Auf dem GEW-Gesamtschultag informierte Claus Munkwitz vom baden-württembergischen Handwerkstag über das Konzept von neun gemeinsamen Schuljahren. Der Verband schlägt ebenso wie die Grünen eine neunjährige Basisschule vor, die SPD im Südwesten plädiert für eine sechsjährige Grundschule.

1970 entstanden in Baden-Württemberg sieben Gesamtschulen. Heute gibt es noch drei Gesamtschulen, die vom Kultusministerium als "Schulen besonderer Art" bezeichnet werden. Die drei Schulen sind die Internationale Gesamtschule Heidelberg, die Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried und die Staudinger Gesamtschule Freiburg.

Weitere Informationen:

www.gew-bw.de/Schulstruktur.html

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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