GEW Hessen kritisiert mangelhafte Ausstattung der Fortbildungsbudgets für Schulen

"Die CDU-Bildungspolitik überzieht den Bildungsbereich in Hessen mit einem hektischen Umstrukturierungsfeldzug, der fast keinen Stein auf dem anderen lässt," so der Landesvorsitzende der GEW Hessen, Jochen Nagel, zum Vorstoß der Kultusministerin für ein Fortbildungsbudget für Schulen.

13.12.2005 Hessen Pressemeldung GEW Hessen

Am Beispiel der Veränderungen in der Fortbildung - Verpflichtung zu Fortbildung, Fortbildungspunkte, Führung eines Portfolios und Überprüfung durch Schulleiter/in, Abbau von Fortbildungsangeboten - lässt sich zeigen, wie sich der Staat immer mehr aus der Verantwortung für das öffentliche Bildungssystem zurückzieht. Hinter einem Begriff wie "Fortbildungsbudget" versteckt sich nichts anderes, als magere finanzielle Ressourcen, die hinten und vorne nicht ausreichen und die nun von den Schulen selbst an die Lehrkräfte verteilt werden sollen. "Damit versucht das Kultusministerium den "schwarzen Peter" dieser chronischen Unterfinanzierung an die Schulen zu schieben", kommentiert Nagel den Vorschlag.

Nagel forderte die Kultusministerin auf, neben ausreichend finanziellen Mittel, für ein qualitativ und quantitativ ausreichendes Fortbildungsangebot für die hessischen Lehrkräfte Sorge zu tragen. "Es kann nicht angehen, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre Teilnahme an Fortbildungen auch noch aus der eigenen Tasche bezahlen", bekräftigt Nagel abschließend seine Kritik.

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GEW Hessen

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