GEW macht mobil gegen Arbeitszeitverlängerung

Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist das Maß bei der Lehrerarbeitszeit und der fortschreitenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen endgültig voll. Deshalb werden die Lehrerinnen und Lehrer am kommenden Mittwoch, den 31.08.05, in Kiel gemeinsam mit Polizisten und anderen Beamten gegen die Politik der Landesregierung auf die Straße gehen. Zu der Protestkundgebung auf dem Kieler Asmus-Bremer-Platz haben der DGB und die Gewerkschaften GdP, ver.di und GEW zusammen aufgerufen.

25.08.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Wer wie die Landesregierung Bildungspolitik zu seinem Schwerpunkt erklärt und in einem ersten Schritt die Lehrerarbeitszeit verlängern will, läuft in eine Sackgasse. Bessere Ergebnisse an unseren Schulen lassen sich so nicht erzielen, Bildungsreformen nicht vorantreiben. Wir werden uns deshalb energisch zur Wehr setzen", attackierte der GEW-Landesvorsitzende Dr. Kai Niemann das schwarz-rote Regierungsbündnis. Alle Studien der letzten Jahre belegten, dass die durchschnittliche Jahresarbeitszeit aller Lehrkräfte über der Arbeitszeit im öffentlichen Dienst liege. Trotzdem packe die Landesregierung noch mehr drauf und erhöhe die ohnehin schon erdrückende Belastung.

"Statt, wie versprochen mehr junge Lehrerinnen und Lehrer aus Fleisch und Blut ein-zustellen, werden im Schulbereich, wie es im schönsten Bildungsbürokraten-Deutsch heißt, "Stellen erwirtschaftet", so der GEW-Landesvorsitzende. "Das bedeutet aber nichts anderes, als dass die Arbeit für Lehrerinnen und Lehrer noch anstrengender gemacht wird. Weil neue Stellen fehlen, gehen Neuerungen in den Schulen, wie zum Beispiel die Einführung der Verlässlichen Grundschule, genauso wie die Sicherung der Unterrichtsversorgung voll und ganz zu Lasten der Lehrerinnen und Lehrer."

Anlage

Plakat (im .pdf-Format).

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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