Grundschule und Erweiterte Realschule Merchweiler betreuen unter einem Dach

Im Rahmen eines Kooperationsmodells bei der nachunterrichtlichen Bildung und Betreuung ziehen die Grundschule und die Erweiterte Realschule Merchweiler unter ein Dach. Zum Ausbau der notwendigen Infrastruktur überreichte Kultusminister Jürgen Schreier am heutigen Donnerstag (15.09.05) einen Bewilligungsbescheid über rund 1,136 Mio. Euro aus dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB).

15.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Investiert wird das Geld in einen Erweiterungsbau, der zum einen die für das Nachmittagsangebot notwendige Infrastruktur (Ausgabeküche, Speisesaal und sanitäre Anlagen) vorhält, zum anderen die individuellen Betreuungsräume für die Grundschüler und die Schüler der Erweiterten Realschule umfasst. Das Gebäude ist so konzipiert, dass fünf Gruppen mit bis zu 100 Kindern bis 16.00 Uhr und darüber hinaus betreut werden können.

"Durch dieses Kooperationsmodell zwischen Gemeinde und Landkreis ist es gelungen, die Mittel so einzusetzen, dass zwei unterschiedliche Schulformen von einem gemeinsamen Gebäude profitieren und trotzdem die Individualität der Schulen gewahrt bleibt", betonte Kultusminister Jürgen Schreier. Auch die Tatsache, dass Grundschule und Erweiterte Realschule zwei unterschiedliche Maßnahmenträger haben, war nicht hinderlich. Mittlerweile werden an der Grundschule zwei Gruppen und an der Erweiterten Realschule drei Gruppen betreut.

Für Investitionen in Ganztagsschulen stellt der Bund dem Saarland bis zum Jahr 2007 insgesamt 49 Mio. Euro zur Verfügung. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht. Zusammen mit den in der Freiwilligen Ganztagsschule eingebrachten Lehrerstunden betragen die jährlichen Personalkosten des Landes für die nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebote rd. drei Millionen Euro.

Jürgen Schreier: "Kein anderes Bundesland besitzt bei den Ganztagsschulen ein derart dichtes Betreuungsnetz wie das Saarland. Eine Nachmittagsbetreuung wird überall dort angeboten, wo Bedarf besteht - flächendeckend, flexibel und wohnortnah. Inzwischen gibt es landesweit an 213 von 242 Grundschulstandorten und an zehn von 15 Gesamtschulen ein Ganztagsangebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien ist ein Versorgungsgrad von etwas mehr als 50 Prozent erreicht." Das Saarland liegt bei der Umsetzung des IZBB-Programms im bundesweiten Vergleich vorne. Bisher hat das Land über 200 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rd. 24 Millionen Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt.

Von den 44 Schulen im Landkreis Neunkirchen bieten 20 Schulen (25 Grundschulen, 7 Erweiterte Realschulen, 2 Gesamtschulen, 4 Gymnasien und 6 Schulen für Behinderte) ein nachunterrichtliches Betreuungsangebot bis 14.00 Uhr an. Dieses wird von insgesamt 455 Schülerinnen und Schülern genutzt. An 19 Schulstandorten (8 Grundschulen, 4 Erweiterten Realschulen, 1 Gesamtschule, 2 Gymnasien und 4 Schulen für Behinderte) findet eine Betreuung bis 16.00 Uhr statt. Dies nutzen fast 1 100 Schülerinnen und Schüler.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden