Herbsttagung der Freilichtmuseen

Anlässlich der traditionellen Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg würdigte Staatssekretär Michael Sieber (MdL) am 18. November im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck die vielfältigen Aufgaben dieser Institutionen: "Die sieben Freilichtmuseen im Land sind wichtige Vermittler unserer Tradition und kulturellen Identität. Neben ihrer Funktion als ´Museen für die ganze Familie´ sind sie auch wichtige Kulturzentren für die ganze Region." Der Auftrag der Freilichtmuseen sei dabei für die Gesellschaft von großer Bedeutung. "Wichtige traditionelle Werte - wie das Leben in einer Familien- und Dorfgemeinschaft und die Erarbeitung der lebensnotwendigen Güter werden mit diesen Ausstellungen vermittelt", so der Staatssekretär.

18.11.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Freilichtmuseen, sei laut Sieber, erklärtes Ziel, um historisches Kulturgut des ländlichen Raums zu erhalten und die Attraktivität der Museen auch in Zukunft zu erhalten. Dabei habe die Modifizierung der Förderrichtlinien die wirtschaftliche Situation der Freilichtmuseen bereits verbessert. "Durch die Erweiterung des Spektrums der förderfähigen Maßnahmen konnten notwendige Renovierungen und Restaurierungen an den Museumshäusern durchgeführt und Projekte in der Besucherbetreuung ermöglicht werden", so der Staatssekretär. Für den Erhalt alter Baustrukturen des ländlichen Lebens in den Freilichtmuseen hat das Land seit 1979 Zuschüsse von insgesamt fast 50 Mio. Euro bereitgestellt. Dabei leisteten auch die Landkreise und Städte hohe Summen für Unterhalt und Personal. Zusätzlich konnten durch die Mitarbeiter weitere Mittel von Sponsoren und Spendern eingeworben werden. Sieber hob in diesem Zusammenhang die Besucherbetreuung durch die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer anerkennend hervor. "Durch die ehrenamtliche Mitarbeit wird das breite Angebotsspektrum der Freilichtmuseen erst ermöglicht."

In Baden-Württemberg bestehen insgesamt sieben solcher Museumseinrichtungen: das Odenwälder Freilandmuseum Gottersdorf, das Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen, das Freilichtmuseum Beuren im Mittleren Neckarraum, das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, das Oberschwäbische Kreisfreilichtmuseum Kürnbach und das Bauernhaus-Museum Wolfegg im westlichen Allgäu. Durch die "Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg" bündeln die "Sieben im Süden" ihre Interessen und erreichen somit eine größere Öffentlichkeit. Die einzelnen Museen haben sich unter Beachtung der spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Gegend zu wichtigen Zentren der Präsentation historisch ländlichen Lebens herausgebildet. Bisher konnten insgesamt rund 170 kulturhistorisch und heimatgeschichtlich wertvolle Gebäude aus fünf Jahrhunderten vor dem Untergang bewahrt werden. Die Tatsache, dass sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der baden-württembergischen Museumslandschaft geworden sind, spiegelt sich nicht zuletzt in der konstant hohen Zahl von rund 700.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich wider.


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