Hermann-Hesse-Förderpreis geht an "Die Sprache im technischen Zeitalter"

Die Literaturzeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" hat den mit 15.000 Euro dotierten Calwer Hermann-Hesse Förderpreis für deutschsprachige Literaturzeitschriften erhalten.

02.07.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk (MdL), sagte in seinem Grußwort zur Preisverleihung: "Die Herausgeber und Redakteure der Zeitschrift. haben die beeindruckende Leistung vollbracht, diese von Moden frei zu halten und sie dennoch zu einer aktuellen Chronik des literarischen Lebens zu machen. Lektoren und Agenten begeben sich hier auf die stete Suche nach dem literarischen Nachwuchs, für den Leser ist sie so Impulsgeber und Inspirationsquelle."

Literaturpreise wie der schon zum fünften Mal verliehene Hesse-Förderpreis, seien ein wichtiger Bestandteil der Literaturförderung. Als Zeichen der Anerkennung für die Autoren trügen sie dazu bei, positive Rahmenbedingungen für die schriftstellerische Arbeit zu schaffen, betonte der Staatssekretär. "Für junge Auto-ren stellen die Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften zusammen mit Nachwuchspreisen und Stipendien wichtige Treppenstufen dar, die nicht selten bis zum eigenen Buch hinauf führen." Insgesamt vergibt das Kunstministerium allein oder in Kooperation mit Partnern neun Literaturpreise.

Die Calwer Hermann Hesse Stiftung wurde 1989 durch den heutigen SWR und die Sparkasse Calw gegründet. Sie vergibt jährlich drei Stipendien für die Dauer von drei Monaten an Schriftsteller und Übersetzer. Im Wechsel mit dem Zeitschriftenpreis, an dem sich das Wissenschaftsministerium mit 50 Prozent beteiligt, wird ein Übersetzerpreis vergeben.

Die Literaturzeitschrift "Sprache im technischen Zeitalter" wurde 1961 von Walter Höllerer gegründet und erscheint vierteljährlich im Kölner SH-Verlag. Die Redaktion der Zeitschrift ist beim Literarischen Colloquium in Berlin angesiedelt. Das Magazin ist nicht nur eine Art Chronik der Veranstaltungen des Literarischen Colloquiums Berlin, sondern widmet sich auch der Theorie und der analytischen Reflexion über literarische und politologische Themen, wobei jedes Heft einen anderen Schwerpunkt hat. Die Auflage der Zeitschrift liegt bei 1.500 Exemplaren.


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