Jugendminister Rupprecht stellt 831.500 Euro Fördermittel für Jugendbegegnungsstätte im ehemaligen KZ Sachsenhausen bereit

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat dem Deutschen Jugendherbergswerk Berlin-Brandenburg Fördermittel im Umfang von 831.500 Euro zur Errichtung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen bewilligt.

18.04.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die Jugendbegegnungsstätte soll auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen im ehemaligen Wohnhaus des Inspekteurs der Konzentrationslager errichtet und in enger Kooperation mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten genutzt werden. Sie wird über Unterbringungs- und Arbeitsmöglichkeiten für 32 Besucherinnen und Besucher verfügen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Mitfinanzierung des Bauvorhabens aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes in Aussicht gestellt.

"Mit der Bewilligung der Fördermittel wird das langjährige Bemühen der Landesregierung, der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, des Deutschen Jugendherbergswerks und zahlreicher engagierter Ehrenamtlicher um die Errichtung einer Jugendbegegnungsstätte zum Abschluss geführt", sagt Jugendminister Holger Rupprecht. "Ich freue mich, dass damit angesichts des gerade begangenen 60. Jahrestages der Befreiung des KZ Sachsenhausen die Grundlagen geschaffen sind, deutlich verbesserte Bedingungen für die gedenkstättenpädagogische Arbeit von Schulen und Jugendgruppen zu schaffen. Ich bin sicher, dass die Jugendbegegnungsstätte einen wichtigen Beitrag zur Demokratieerziehung und zur Prävention rechtextremer Einstellungen leisten wird."

Dem KZ Sachsenhausen kam im Terrorsystem der Konzentrationslager als Modell-KZ und KZ der Reichshauptstadt eine herausgehobene Bedeutung zu. Die Gedenkstätte bietet daher hervorragende Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Herrschaft.


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