Karlsruhe im Wettbewerb um Kulturhauptstadt Europas 2010 ausgeschieden

"Karlsruhe ist im Wettbewerb der zehn deutschen Kandidatenstädte um die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 ehrenvoll ausgeschieden. Trotz dieser Jury-Entscheidung wird sich die schon jetzt bedeutende Kulturstadt Karlsruhe weiter entwickeln. Wegen der durch die Bewerbung angestoßenen Überlegungen und der daraus entstandenen kulturellen Verflechtungen darf sich die Stadt trotzdem wie ein Sieger fühlen." Dies erklärte Kunstminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am Rande der 309. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 10. März in Berlin zum Ergebnis des nationalen Wettbewerbs um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010.

10.03.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Das Land hat die anspruchsvolle Bewerbung der Stadt Karlsruhe von Anfang an mit Nachdruck unterstützt und wird dies auch weiterhin tun bei den Bemühen der Stadt, die aus der Bewerbung entstandene Aufbruchstimmung im Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2015 zu nutzen", betonte Frankenberg. "Ich habe großen Respekt vor den Initiatoren der Karlsruher Bewerbung, denn sie haben als einzige unter allen Mitbewerbern konsequent auf ein schwieriges Thema und nicht auf Populismus gesetzt." Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Recht und Gerechtigkeit" sei beim Prozess des Zusammenwachsens in Europa ein Schlüssel für ein gedeihliches Zusammenleben. Die künstlerische Auseinandersetzung mit einem solchen Thema bedeute für alle Beteiligten eine gewaltige Herausforderung. "Ich bin froh, dass die Stadt Karlsruhe im Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2015 weiter auf dieses Thema setzt. Der Name der Stadt Karlsruhe ist über das Bewerbungsverfahren um die Kulturhauptstadt Europa auch überregional sehr präsent geworden und hat die allgemeine Aufmerksamkeit auf das vorzügliche Kulturangebot dieser Stadt gelenkt." Das ehrenvolle Ausscheiden aus diesem Wettbewerb könne somit letztlich zu einem Gewinn für die Kulturstadt Karlsruhe und die Bewerbungseuphorie in einen anhaltenden kulturellen Aufschwung umgesetzt werden.


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