Karlsruher Berufsakademie feiert 25-jähriges Bestehen

"Durch Ausschöpfung der rechtlichen Spielräume gemeinsam mit der Wirtschaft haben wir mit der Berufsakademie Baden-Württemberg die wohl erfolgreichste bil-dungspolitische Innovation der Nachkriegszeit geschaffen." Dies sagte Wissen-schaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 22. Oktober anlässlich der Feierstunde zum 25-jährigen Jubiläum der Berufsakademie Karlsruhe. Der Minister würdigte die Pionierarbeit des damaligen Gründungsdirektors, Professor Göhringer, der 23 Jahre lang die Leitung der Berufsakademie inne hatte. Diesem sei es maßgeb-lich zu verdanken, dass die 1979 zunächst als Außenstelle der Berufsakademie Mannheim gegründete Einrichtung im Jahre 1981 selbständig wurde.

26.10.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Berufsakademie Karlsruhe, die im Herbst 1979 mit 47 Studierenden der Fach-richtungen Industrie und Maschinenbau ihren Lehrbetrieb aufgenommen hat, ver-zeichnet heute 1.895 Studierende. Besonders bemerkenswert im Studienangebot sei, so der Minister, die neue Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen, die die bei-den Ausbildungsbereiche Technik und Wirtschaft miteinander verbinde. "Die Ent-wicklung des neuen Studiengangs, der die Interdisziplinarität und das übergreifende Verständnis fördert, trägt vor allem die Handschrift von Professor Weigert", betonte Minister Frankenberg das Engagement des seit 2002 amtierenden Direktors der Berufsakademie.

Der Minister hob die Unterstützung der Einrichtung durch die Wirtschaft und die Stadt Karlsruhe hervor. "Ohne die beteiligten Ausbildungsstätten wäre die gute Ent-wicklung der Berufsakademie Karlsruhe undenkbar gewesen." Besonders anzuer-kennen, sei dabei, dass die Unternehmen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten zur Berufsakademie gestanden hätten. Auch die Stadt Karlsruhe habe diese Ent-wicklung stets als wichtiger Partner begleitet.

Als besonders wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Berufsakademien be-zeichnete Frankenberg die Einführung des gestuften Studienmodells analog zu den Hochschulen und die hochschulrechtliche Anerkennung der Berufsakademie-Abschlüsse auf Bundesebene. "Vorbehaltlich der Verabschiedung des Landeshoch-schulgesetzes durch den Landtag werden wir so schnell wie möglich auf den Ba-chelor als Regelabschluss zugehen. Damit erhalten die Berufsakademien künftig Zugang zur konsekutiven Studienstruktur, wie sie im Rahmen des Bologna-Prozesses in ganz Europa gelten wird." Besonders erfreulich sei der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15. Oktober 2004, wonach die Bachelor-Abschlüsse der Berufsakademien, nach erfolgter Akkreditierung, künftig den Zugang zum Mas-terstudium eröffnen. "Wir haben lang um dieses Ergebnis gerungen und sind sehr froh darüber, dass damit die ausgezeichnete Arbeit der Berufsakademien belohnt wird", hob der Minister hervor.

Für die große Leistungsfähigkeit des Erfolgsmodells Berufsakademie Baden-Württemberg sprechen dem Minister zufolge viele Fakten: "Mit unter 24 Jahren im Durchschnitt sind die Absolventinnen und Absolventen ausgesprochen konkurrenz-fähig, was sich vor allem auch an der hohen Vermittlungsquote in den Beruf von rd. 90 Prozent zeigt." So legten, 30 Jahre nach der Einführung, über 70.000 Absolven-tinnen und Absolventen an ihren Arbeitsplätzen - vom Vorstands- bis zum Ministersessel - Zeugnis von der Qualität der Berufsakademie Baden-Württemberg ab.


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