Konzept "Schulreifes Kind" widerspricht Orientierungsplan

"Ministerpräsident Oettingers Konzept Schulreifes Kind steht im Widerspruch zu moderner pädagogischer Arbeit in Kindergärten. Erzieherinnen sind keine Lehrkräfte, sondern haben die Aufgabe, die kindliche Neugier mit interessanten Angeboten zu wecken und eigenständige Lernprozesse anzuregen. Kinder können am besten für die Schulzeit vorbereitet werden, wenn ein guter Orientierungsplan vorliegt, die Fachkräfte ausreichend qualifiziert und die Rahmenbedingungen in der Kindertageseinrichtungen verbessert werden", sagte am Sonntag (24.07.) Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

27.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Am Montag (25.07.) trifft sich Ministerpräsident Günther Oettinger mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, um unter anderem über den Orientierungsplan zu diskutieren. Die GEW erwartet, dass sich Landesregierung und Träger endlich auf ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Konzept verständigen. Der Orientierungsplan soll ab September in Kindertageseinrichtungen erprobt werden. Flächendeckend soll der Bildungsplan ab Herbst 2009 umgesetzt werden. Bildungspläne für Kindertageseinrichtungen sind bereits in mehreren anderen Bundesländern in Kraft. In Baden-Württemberg arbeiten in etwa 7.500 Kindertageseinrichtungen rund 47.500 Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen.

"Wenige Wochen vor dem geplanten Start der Modellphase wird noch immer am Entwurf für den Orientierungsplan gearbeitet und es ist noch nicht geklärt, nach welchen Kriterien die Kindergärten für die Modellphase ausgewählt werden. Es gibt außerdem noch kein Konzept und keine Finanzierung für die wissenschaftliche Begleitung der Erprobung.", sagte Dahlem.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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