Kultusminister Jürgen Schreier: Trägerwechsel bei der Meisterschule in greifbarer Nähe

Kultusminister Jürgen Schreier geht davon aus, dass die Staatliche Meisterschule schon bald in eine neue Trägerschaft wechselt - vom Staat zur Handwerkskammer. "Derzeit wird in Gesprächen zwischen dem Kultusministerium, dem Wirtschaftsministerium und der Handwerkskammer der Trägerwechsel vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass wir schon sehr bald zu einem positiven Ergebnis kommen", betonte Jürgen Schreier.

25.02.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Damit würde die Handwerkskammer nicht nur - wie bereits jetzt schon - die Vorbereitung auf die Meisterprüfung in Abendform anbieten, sondern auch die Vorbereitung in Vollzeitform. Nur diese wurde bisher staatlicherseits angeboten.

Den beabsichtigten Trägerwechsel vom Staat zur Kammer hält der Kultusminister auch ordnungspolitisch für sinnvoll. "Wer die Prüfung für die Meisterprüfung abnimmt, in dessen Händen sollte auch in allen Fällen die Vorbereitung dafür liegen." Eine Doppelqualifikation Meister/Techniker sei - wie auch die europäische Meister/Mangerausbildung - nicht an eine Trägerschaft des Staates gebunden. Jürgen Schreier: "Das lässt sich auch anders lösen."

Die Meisterschule zu schließen, war nie das Ziel der Landesregierung. Ihr ging es immer darum, die Trägerschaft neu zu ordnen und so zu regeln, wie es auch in anderen Bundesländern gängige Praxis ist. "In Meisterschulen wird die Elite des Handwerks ausgebildet. Die praktische Elite liegt uns genauso am Herzen wie die akademische. Die angehenden Meister sind die Garanten für Selbständigkeit sowie für Zukunftsarbeitsplätze und Zukunftsausbildungsplätze. Dessen ist sich die Landesregierung bewusst. Deshalb sind wir nachdrücklich für den Erhalt des Meistertitels und der Meisterausbildung eingetreten, als die rot-grüne Bundesregierung die Handwerksordnung zu Lasten der Meisterqualifikation ändern wollte.


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