Kultusministerium entzieht Herz-Jesu-Realschule Genehmigung

Der privaten Erweiterten Realschule Herz-Jesu Saarbrücken wird die Genehmigung zum Betrieb der privaten Realschule entzogen. Ein entsprechendes Anhörungsschreiben zu der beabsichtigten Schließung ist der Schule heute zugestellt worden. Grund sind zwei erneute körperliche Übergriffe gegenüber zwei Schülern der Erweiterten Realschule. Die Vorfälle haben sich im Dezember letzten Jahres und im Februar dieses Jahres ereignet. Dem Kultusministerium wurden sie verheimlicht, obwohl in der Zwischenzeit wieder eine Inspektion stattgefunden hatte. Bekannt wurden die Vorkommnisse dem Ministerium erst am 13. Februar 2006.

14.02.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Aufgrund der am 11.04.2005 an die Schule ergangenen Abmahnung, in der die sofortige Schließung angedroht wurde, sofern in Zukunft weiteres Fehlverhalten vorkommen sollte, ist die Schließung der Schule unumgänglich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorfälle verheimlicht wurden.

Die Mitteilung über die beabsichtige Schließung zum Ende des Schuljahres wurde heute (14.02.06) der Schule zugestellt, nachdem die betroffene Lehrkraft und die Verantwortlichen der Schule und des Trägervereins ins Ministerium einbestellt worden waren, die Umstände geschildert und die Vorfälle bestätigt hatten.

Die Schule darf zum nächsten Schuljahr keine neuen Schüler mehr aufnehmen. Allerdings wird sie aus pädagogischer Verantwortung nicht sofort geschlossen, damit die Schülerinnen und Schüler das laufende Schuljahr noch zu Ende bringen können. Das Ministerium stellt sicher, dass sie an einer öffentlichen Schule im Saarland weiter beschult werden können. Die Schule ist gebeten worden, unverzüglich eine Elternkonferenz einzuberufen, an der auch ein Schuljurist des Ministeriums teilnehmen wird. Dort soll den Eltern die Notwendigkeit der Schließung erläutert werden.

Derzeit besuchen etwa 50 Schüler die Herz-Jesu-Realschule des Don-Bosco-Schulvereins.


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