Landesprogramm hilft bei Antragstellungen

Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Saarland werben erfolgreich Fördermittel für die Forschung von der Europäischen Union (EU) ein. Rund 18,4 Millionen Euro erhielten sie seit 2002 aus Brüssel. "Die Landesregierung unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktiv bei der Vorbereitung; bislang mit rund 290 000 Euro aus dem Landesforschungsförderungsprogramm (LFFP)", erklärt Wissenschaftsminister Jürgen Schreier.

03.05.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Landesregierung hat seit 2002 circa 65 Anträge auf Forschungsförderungen im 6. Rahmenprogramm Forschung der EU finanziell unterstützt. Im Hinblick auf die aktuellen Ausschreibungen des Rahmenprogramms werden derzeit etwa 30 weitere Antragstellungen vorbereitet bzw. wurden bereits zur Förderung bei der Europäischen Union eingereicht.

Dabei sind die saarländischen Projektanträge in den Auswahlverfahren der EU besonders oft erfolgreich. Während die durchschnittliche Erfolgsquote - je nach Programmlinie - deutlich unter 20 Prozent liegt und in vielen Ausschreibungen trotz einer hohen Qualität nur jeder 20. Antrag positiv beschieden wird, weisen die Anträge der saarländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine Erfolgsquote von über 25 Prozent auf, die Anträge der Universität des Saarlandes werden sogar in über 50 Prozent der Fälle positiv beschieden. Dies unterstreicht die herausragende Leistungsfähigkeit ihrer Forschungsschwerpunkte im europäischen Vergleich.

Jürgen Schreier: "Zu diesem Erfolg leistet die finanzielle Unterstützung des Landes einen wesentlichen Beitrag. Zeit- und arbeitsintensive Antragstellungen an die EU können professionell und sorgfältig ausgearbeitet werden. Dies ist Grundvoraussetzung für einen Erfolg auf europäischer Ebene. Das Verhältnis zwischen den eingesetzten Landesmitteln und den eingeworbenen EU-Fördergeldern unterstreicht nachhaltig den Wert der Förderung aus dem Landesforschungsförderungsprogramm." Die Forschungsprojekte leisten nach Angaben des Wissenschaftsministers nicht nur einen wichtigen Beitrag, um den Strukturwandel im Saarland voranzubringen, sie tragen auch dazu bei, innovative Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Technologien zu schaffen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die vielfältigen wissenschaftlichen bzw. industriebezogenen Kontakte, die über die Bildung von Konsortien für gemeinsame Projektantragstellungen entstehen und die sehr häufig auch dann fortbestehen, wenn Projektanträge nicht gefördert werden. Gewonnene Erfahrungen können bei einer späteren Antragstellung zum Erfolg führen.


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